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Zwei Jahre Corona auf Sylt

„Wir haben das hier im Griff“

Foto: Asklepios Sylt

Insel Sylt. Als vor gut zwei Jahren im knapp 800 Kilometer entfernten Gauting der erste Corona-Infizierte in Deutschland bestätigt wurde, war das auch für die Asklepios Nordseeklinik der Beginn einer neuen Zeitrechnung, eingeläutet mit der ersten Sitzung des eigenen Krisenstabes am 30. Januar 2020. „Die Situation ist für uns auch heute noch eine besondere“, erklärt Alexander Steinmetz, Ärztlicher Direktor, dazu in einem Pressegespräch. Man sei stolz darauf, dass es bisher keine Ausbrüche gegeben habe, ergänzt Thomas Piefke dazu: „Wir waren immer vor der Welle und sind nicht hinterhergelaufen“, so der Geschäftsführer.

Was für ein Aufwand mit der Pandemie für die Mitarbeiter der Westerländer Klinik verbunden war und immer noch ist, lassen einige Zahlen erahnen. 185.000 Mund-Nasen-Schutze, über 24.000 FFP2-Masken und knapp 2.500 Liter Desinfektionsmittel wurden allein im vergangenen Jahr dort verbraucht.

„Wir haben das hier im Griff“, lautet das Fazit von Steinmetz. Entscheidend für diese gute Bilanz sind allerdings die kleinen Zahlen. 30 Patienten und Patientinnen wurden in den vergangenen zwei Jahren an der Nordseeklinik wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, zehn davon auf der Intensivstation. Im Krankenhaus hat sich niemand mit Corona angesteckt und auch zurzeit gibt es keinen Patienten, der aufgrund von Corona dort behandelt wird. Dies ist möglich, weil zurzeit nur Härtefälle behandelt werden.

Wie alle Krankenhäuser in Deutschland hat auch die Nordseeklinik auf einen bereits vorhandenen Pandemie-Plan zurückgegriffen, der im Falle einer weltweiten Grippewelle in Kraft treten sollte, aber auch für Corona nutzbar war und ist. Die Chronologie liest sich dann wie an fast allen Kliniken: Anfang 2020 wurde eine Isolierstation mit Schleusen eingerichtet. Menschen mit Erkältungssymptomen werden seitdem bis heute an der Anmeldung von anderen Patienten getrennt.

Bevor es die Schnelltests gab, wurde jeder Patient mit Verdacht auf Corona einem Screening unterzogen. Anfangs galt noch eine allgemeine Maskenpflicht. Mit Auftreten der Omikron-Variante ist jetzt eine FFP2-Maske Pflicht. Und seit vor einem Jahr das erste Mal in der Nordseeklinik gegen Corona geimpft wurde sind noch 2431 Impfungen dazugekommen.

So zufrieden Steinmetz mit dem bisher erreichten ist, so vage sind seine Aussichten für dieses Jahr. Einerseits hofft er darauf, dass der Höhepunkt der aktuellen Omikron-Welle bald erreicht ist und sich die Lage danach langsam wieder beruhigt. Andererseits wurden ähnliche Hoffnungen schon in den vergangen zwei Jahren mehrfach enttäuscht. Seine Warnung ist daher klar: „Wir wissen nicht was der Sommer und der Herbst bringen werden.“


Geschrieben von: Sylt Connected / veröffentlicht am: 03.02.2022
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