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Modellregion Nordfriesland überwindet ihre Kinderkrankheiten

„Wichtiges Signal für Tourismus“

Foto: Kreis NF Landrat Florian Lorenzen.

Kreis Nordfriesland.(red) Internetseiten, die nicht an Smartphones angepasst sind, Vermieter, denen ihre Registriernummer fehlt, Tagesberichte mit Lücken – in den ersten Tagen der Modellregion Nordfriesland lief nicht alles rund. Trotzdem steht Landrat Florian Lorenzen zu der Entscheidung, am 1. Mai begonnen zu haben: „Für die Tourismusbranche einschließlich der vielen dort Beschäftigten war es ein wichtiges Signal, dass es endlich wieder aufwärts geht“, sagte er im Pressedienst des Kreises. „Und die anfänglichen Schwierigkeiten werden jetzt nach und nach behoben. Unsere niedrigen Inzidenzwerte bestätigen, dass die Entscheidung zum Start der Modellregion nach wie vor vertretbar ist.“

Natürlich wäre der Start deutlich flüssiger verlaufen, wenn alle Beteiligten sich bis Juni oder Juli Zeit gelassen hätten. „Bei einem so großen, bundesweit einmaligen Projekt mit so vielen Mitwirkenden finde ich es aber auch verständlich, wenn es zu Beginn etwas ruckelt. Die Hauptsache ist doch, erstmal ins Laufen zu kommen. Lieber aus Fehlern lernen und dann nachbessern, als in der Hoffnung auf einen perfekten Start Monate zu verlieren“, findet der Verwaltungschef.

Die unlängst verkündete Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein, ab Montag kommender Woche, 17. Mai, im ganzen Land weitere Lockerungen auch für den Tourismus zuzulassen, hat die Nordfriesen überrascht. Viele fragten sich, ob der enorme Aufwand für die Vorbereitung der Modellregion am Ende gar nicht erforderlich gewesen wäre. Florian Lorenzen sieht das anders: „Wir haben in den letzten Wochen gemeinsam mit vielen anderen die Grundlagen dafür gelegt, dass unsere Betriebe bereits am 1. Mai wieder öffnen konnten und dass Tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer endlich ihre Kurzarbeit beenden konnten. Und auch ohne Modellregion hätten wir die umfangreichen Testkapazitäten für die Öffnungsschritte zum 17. Mai ohnehin schaffen müssen.“
Noch weiß er nicht, ob das Modellprojekt bereits am 17. Mai in den Regelbetrieb überführt wird, weil die konkreten Regeln der neuen Landesverordnung noch nicht bekannt sind.
Derzeit nehmen 5.281 Betriebe mit 7.611 Betriebsstätten an der Modellregion teil. Weitere 488 Betriebsstätten werden kurzfristig dazukommen.

Alle teilnehmenden Betriebe in Nordfriesland haben sich verpflichtet, dem Gesundheitsamt täglich die Zahl ihrer Gäste sowie die Zahl der eingesetzten Mitarbeiter für den jeweiligen Tag zu melden. Noch hakt es bei einigen. „Wir brauchen auf jeden Fall von jedem Betrieb für jeden Tag eine Meldung, um die wissenschaftliche Begleitung zu sichern. Deshalb versenden wir zurzeit Erinnerungsmails, aber wenn es sein muss, werden wir auch Zwangsgelder verhängen. Die Bedingungen waren jedem Teilnehmer von Beginn an klar, und jeder hat sie einzuhalten“, betonte der Landrat.
Florian Lorenzen hatte in Bezug auf die Daten der Modellregion Transparenz versprochen. Seit dem 6. Mai stehen sie allen Interessierten unter https://t1p.de/wqef zur Verfügung.

„Die Prozesse spielen sich ein und Gäste, Anbieter sowie der Kreis gewinnen mehr Routine. Nach der etwas mühsamen Anfangsphase kommt die Zusammenarbeit kreisweit in Schwung“, fasste Florian Lorenzen zusammen. Trotzdem müsse allen bewusst sein, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist: „Jeder Gast, der sich an die Regeln des Modellprojektes hält, ist herzlich in Nordfriesland willkommen. Auf die anderen freuen wir uns dann nach der Pandemie wieder.“


Veröffentlicht am: 12.05.2021
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