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Umweltschutz und Tourismus miteinander verbinden

Weltnaturerbe lockt Koreaner an

Foto: Peter Marnitz Gemeinsam erkunden Dennis Schaper (li.) von der Schutzstation Wattenmeer und Hörnums Tourismus-Direktor Peter Ulf Geisler die Info-Säule.

Von Peter Marnitz

Hörnum. „Wir zeigen hier immer wieder, dass man Umweltschutz und Tourismus gut miteinander verbinden kann.“ Zwar stehen Hörnums Tourismusdirektor Peter Ulf Geisler und Dennis Schaper, Leiter der Schutzstation Wattenmeer, coronabedingt mit dem nötigen Abstand zueinander, doch inhaltlich sind sie sich ganz nahe. Gemeinsam weihten sie jetzt am Strandaufgang in der Nähe des Leuchtturms eine neue Info-Säule zum Thema Weltnaturerbe Wattenmeer ein. Das bunte, gut 2,50 Meter hohe Element bietet verschiedene Informationsmöglichkeiten. Durch Drehen von Knöpfen und Bewegen von Würfeln erfährt man spielerisch mehr vom Meer und wie man seinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein hält. Die Säule – sie ist eine von 83, die an verschiedenen Stationen am Wattenmeer aufgestellt wurden – ist für den Touristiker und den Naturschützer mehr als nur eine Marketingmaßnahme zu Gunsten des Weltnaturerbes. Für beide hat der neue Blickpunkt vor dem Familienstrand eine hohe Symbolkraft. Peter Ulf Geisler strebt für Hörnum eine schonende Art von Tourismus an, der sich auf vorhandene Strukturen stützt und nicht durch Großprojekte das Kapital der Insel, die Natur, zerstört: „Gerade Familien mit Kindern wollen hier Natur erleben und nicht an deren Zerstörung teilhaben. Die Gäste kommen wegen des Weltnaturerbes und genießen die Nähe zu den Elementen.“ Dem kann auch Dennis Schaper zustimmen, der nicht nur in der Arche Wattenmeer in Hörnum vielen Gästen die Bewahrung der Naturerbes näherbringt: „Wir haben hier 15 verschiedene Veranstaltungen zum Thema Natur- und Umweltschutz, die auf großes Interesse stoßen. Seit 2009 gehört das Wattenmeer zum Weltnaturerbe, unser Einsatz zur Bewahrung dieses Erbes ist nie beendet.“
Die Bemühungen zum Schutz der Wattenlandschaft haben sich inzwischen sogar weltweit herumgesprochen. Zwei Reisegruppen aus Südkorea haben sich in Hörnum über das Weltnaturerbe informiert. „Sie waren an unseren Schutzmaßnahmen interessiert und wollten wissen, wie wir in einer Touristenregion damit umgehen“, erklärt Dennis Schaper. Südkorea hat auch Küstenregionen, die mit dem Nordsee-Wattenmeer vergleichbar sind. Schon im Jahr 2009 unterzeichneten das südkoreanische Ministerium für Ozeane und Fischerei während des Internationalen Wattenmeersymposiums in Wilhelmshaven eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit den Weltnaturerbe-Staaten Deutschland, Dänemark und Niederlande.

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