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Sven Paulsen gibt Startschuss für Transport-System „SyltRide“

Verkehr neu denken

Foto: Peter Marnitz SVG-Chef Sven Paulsen (4.v.l.) am Montagvormittag beim offiziellen Start für „SyltRide“ – „wir müssen die Mobilität hier ganz neu denken“.

Westerland.(P.M.) „Der Bus neben mir stammt aus den 1950-er Jahren, 1970 wurde die Inselbahn eingestellt. Jetzt, nach 50 Jahren, ist die Insel reif für eine nachhaltige Verkehrswende. Wir müssen die Mobilität hier ganz neu denken. Vielleicht sind diese drei Busse ja der Beginn einer ganz neuen Entwicklung.“ Sven Paulsen, der zu Land mit der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) und zu Wasser mit den Adler-Schiffen buchstäblich die Insel bewegt, wirkte anders, als es sonst seine Auftritte zeigen: schon fast pathetisch, als er Anfang der Woche den offiziellen Startschuss für „SyltRide“ gab.

Am zentralen Busbahnhof standen die drei auffällig lackierten Elektro-Kleinbusse, mit denen demnächst zwischen 9 und 19 Uhr zentrale Teile der Insel bedient werden sollen. Mit einer App (SyltRide) kann man eine Mischung aus Bus- und Taxi-Service in Anspruch nehmen. Maximal 200 Meter von der eigenen Haustür entfernt und mit einer maximalen Wartezeit von 20 Minuten kann man sich für einen Preis, der sich mit der Zahl der Mitfahrer reduziert, von A nach B bringen lassen. „Das soll eine Alternative zur Nutzung des eigenen Autos sein. Wie man hier in Westerland sieht, sind einfach zu viele Autos auf der Straße unterwegs“, begründet Paulsen die Initiative, die nur ein Teil eines insularen Gesamt-Transportkonzeptes ist.

Dass die Elektro-Busse in Zukunft nicht nur rund um die Inselmitte verkehren, sondern in absehbarer Zeit auch Hörnum, List und Morsum bedienen, das kündigt Sven Paulsen schon einmal vorsichtig an: „Wenn sich das Modell bewährt und die Fahrgäste den Service annehmen, steht einer Ausweitung des Fahrgebietes und einer Vergrößerung der Bus-Flotte nichts entgegen.“

Die Fahrer der Busse wurden ausdrücklich nicht berücksichtigt, als dann die Korken knallten und mit prickelndem Getränk auf die Zukunft der Sylter Mobilität angestoßen wurde. Auch jenen, die nach 19 Uhr der Sicherheit zuliebe nach einem Gläschen aufs eigene Auto verzichten wollen, macht Sven Paulsen Hoffnung, dass bei einem Erfolg des Modells möglicherweise in Zusammenarbeit mit dem Taxi-Gewerbe Lösungen für eine Ausweitung des SyltRide-Modells auf die Abendstunden erfolgen kann.

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