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Umbau der Sturmhaube fast abgeschlossen

Unverkennbar Sylt!

Foto: Nicole Lütke Die markante Rotunde der Sturmhaube wurde neu mit Reet gedeckt.

Kampen. Der Wind streift durch das Dünengras, die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel und lässt die Nordsee funkeln. Die ersten Frühaufsteher wandern nach dem Sprung ins Meer den Weg zur „Sturmhaube“ am Roten Kliff hinauf, um den Tag mit einem Kaffee zu begrüßen.

Was für ein Panorama, was für ein Gebäude! Die Sturmhaube ist durch ihre reetgedeckte Rotunde unverkennbar und der Standort sucht seinesgleichen – selbst auf Sylt, wo es vor wunderschönen Naturkulissen nur so wimmelt.
Felix Knochenhauer, geschäftsführender Gesellschafter der Sturmhaube, ist in seinem Element und sorgt mit seinem Team dafür, dass alles bereit ist, wenn die Gäste kommen. Die Hundedame „Hilde“ beobachtet das Geschehen stets aufmerksam. Auch die Handwerker sind emsig damit beschäftigt, die Arbeiten im Inneren der Sturmhaube fertig zu stellen.
Seit rund zwei Jahren wird dem Gebäude, das im Winter 2016 seine Türen schloss, neues Leben eingehaucht. Fünf Gesellschafter haben sich des Objektes angenommen. „Ein Lebensprojekt“, wie Knochenhauer sagt.

Für den Umbau der 2.000 Quadratmeter musste ein neuer Flächennutzungs- und Bebauungsplan entwickelt werden. Im Sommer 2020 begann die Entkernung des Gebäudes, das aus dem Jahr 1968 stammt. Und wie so häufig, wenn ein altes Gebäude umgebaut wird, muss mit Widrigkeiten gerechnet werden. So auch bei der Sturmhaube: Die Statik entsprach nicht mehr den geltenden Vorschriften. Unter anderem mussten neue Stahlträger eingezogen werden, um das Haus zu stabilisieren.

Im Erdgeschoss entsteht ein Restaurant mit 80 bis 90 Sitzplätzen, die Außenterrasse wird 120 Gästen Platz bieten. Im Obergeschoss entstehen sechs Hotelzimmer – vier Doppelzimmer und zwei Suiten, die bis zu 85 Quadratmeter groß sein werden – jedes mit Blick aufs Meer. Ins Auge fallen bereits jetzt besondere Details wie beispielsweise alte Dachbalken, die herausgearbeitet wurden und den Zimmern eine einmalige Deckenkonstruktion geben. Die Charakteristik der Räume wird durch Naturmaterialien wie Holz und Naturstein geprägt. Das Raumkonzept ist zurückgenommen und wirkt besonders edel, ohne vom eigentlichen Luxus – der Natur – abzulenken. „Wir wollten kein Hotel im typischen Sylt-Stil bauen, sondern den Charakter des Hauses hervorheben“, so der Gastgeber.

Zum gesamten Ensemble gehören neben dem exklusiven Hotel das Restaurant, die weitläufige Terrasse, der Strandverkauf für die hungrigen Strandbesucher und eine Mikrobrauerei, deren Sudhaus rund 500 Liter Bier fasst. Aktuell gibt es das Sturmbräu in den Sorten „Kiek an“, ein Brown Ale und das „Schnutenschlecker“, ein Golden Ale, welche bis zur Fertigstellung der Brauerei in Kampen in Flensburg gebraut wird.

Es sei schon eine große Herausforderung, ein solch historisches Gebäude umzubauen, neu zu konzipieren und mit viel Liebe zum Detail einzurichten. „Es sind so viele Dinge zu entscheiden: Wie soll unser Design aussehen? Welche Handtücher wollen wir nehmen? Welche Lampen?“ Das Fundament müsse stimmen, damit ein solches Haus auch fest stehe, erklärt Knochenhauer. Er wünscht sich, mit der Sturmhaube einen Ort für alle entstehen zu lassen – für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Jeder soll sich hier wohlfühlen. Ab Herbst ist die Sturmhaube endlich wieder da, wo sie hingehört: mitten im Sylter Leben.


Geschrieben von: Nicole Lütke / veröffentlicht am: 06.09.2022
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