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Platz für 170 zusätzliche Autos auf dem Gelände der Verladung

Rückstaus bald Geschichte?

Foto: Heiko Wiegand Der unlängst fertiggestellte Wartebereich 3, in dem 170 Autos zusätzlich abgestellt werden können. Rechts: Kay Becker, Sprecher des DB Sylt-Shuttles.

Westerland. Viele Sylter kennen diese bange Frage, wenn sie an belebten Ferientagen ihren Wagen in Richtung Autoverladung lenken: „Es ist ja schon kurz vor knapp! Komme ich noch mit?“

Kay Becker denkt, wenn es um die Autoverladung in Westerland geht, in anderen Dimensionen. „Mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten können wir einen Zug mehr ins Terminal stellen“, erläuterte der Sprecher des DB Sylt-Shuttles im Gespräch mit unserer Zeitung. Konkret: Damit passen seit kurzem 170 Autos mehr in das Terminal der Deutschen Bahn als vorher. Das ist die Kapazität eines roten Autozugs. Möglich wurde die höhere Kapazität durch die großflächige Asphaltierung des sogenannten Wartebereichs 3, der sich an die vorhandenen 15 Spuren entlang des Verwaltungsgebäudes des DB Sylt-Shuttles in Richtung Keitum anschließt.

„Auf neu gestalteten Spuren können wir in diesem Bereich jetzt 170 Autos unterbringen“, sagte Kay Becker. Die sind dann auch von den Zufahrtsstraßen weg. Damit, so Kay Becker, wird ein Rückstau verringert, an einigen Tagen vielleicht sogar vermieden.

Im Mai wurden die umfänglichen Tiefbauarbeiten abgeschlossen, danach erste Tests durchgeführt, als die Markierungen fertiggestellt waren. „Und eine komplett neue Beschilderung und Verkehrslenkung mit LED-Technik folgt dann bis September/Oktober“, so Becker. Darüber hinaus soll der Abfertigungscontainer des blauen Autozugs, der sich in Fahrtrichtung vor der Überdachung des DB Sylt-Shuttles befindet, später unter das Dach verlegt werden. Auch dadurch sollen die auf Abfertigung wartenden Fahrzeuge ein Stück aus dem öffentlichen Straßenraum herausgenommen werden. Damit würde sich dann die Abfertigung sowohl für den roten als auch für den blauen Autozug unter dem bereits vorhandenen großflächigen Dach im Trockenen befinden.

„Allerdings gibt es für den Container Lieferschwierigkeiten, wie so oft für alles Mögliche in den vergangenen Monaten.“ Wann diese letzten Bauarbeiten also starten können, ist derzeit völlig offen.

Gemeinsam mit dem immer stärker genutzten Online-Ticket vor allem für Touristen will die Deutsche Bahn mit den erfolgten bzw. noch ausstehenden Arbeiten Verkehrsstaus auf den Straßen Westerlands bestmöglich vorbeugen. Und das sieht nach Lage der Dinge aktuell gar nicht so schlecht aus.

Die Züge des Sylt-Shuttles sind auf der 39,2 Kilometer langen Strecke zwischen Westerland und Niebüll übrigens bis zu 600 Meter lang und wiegen, voll beladen, bis zu 1.200 Tonnen.


Geschrieben von: Heiko Wiegand / veröffentlicht am: 28.06.2022
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