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Polizei kontrolliert noch bis morgen Abend Geschwindigkeit auf Sylter Straßen

Mit dem Laser auf der Lauer

Foto: Heiko Wiegand Ein Sylter Polizeibeamter prüfte am Mittwochvormittag mit einem Lasergerät die Geschwindigkeit von Autos und Lastwagen auf dem M.-T.-Buchholz-Stieg in Braderup.

Insel Sylt/Braderup.(hwi) Eigentlich dürfen Autofahrer auf dem M.-T.-Buchholz-Stich in Braderup höchstens mit 30 km/h unterwegs sein. Direkt an der Straße liegt eine Kita – und dort ist – wie in der Nähe von Schulen oder Seniorenheimen – besonders vorsichtiges Fahren angesagt. Die Sylter Polizei prüft deshalb gern an solchen Orten, wie es um die Disziplin der hiesigen Autofahrer bestellt ist. So auch am Mittwochvormittag, als Polizeioberkommissar Oliver Schultz gemeinsam mit Kollegen und einem Lasergerät eine gute Stunde den Verkehr überwachte. „Am Anfang hatten wir zwei Fahrer, die tatsächlich deutlich zu schnell unterwegs waren und die jetzt auch damit rechnen müssen, dass der Führerschein einen Monat weg ist. Und dann kommen noch Bußgeld und Verwaltungskosten dazu“, sagte Schultz im Gespräch mit unserer Zeitung. Ob die Polizeiarbeit auf Sylt in puncto Geschwindigkeitsüberwachung tatsächlich dazu führt, dass langsamer und vorsichtiger gefahren wird? „Doch, ich glaube schon, dass das so ist. Wir kontrollieren, wir sind auf den Sylter Straßen präsent – und das eben nicht nur an den bekannten Stellen vor Kitas, Schulen oder Seniorenzentren, sondern auch dort, wo man uns erstmal nicht vermutet. Und auch dort, wo wir von Bürgerinnen und Bürgern um Hilfe gebeten werden, weil dort viele zu schnell unterwegs sind. Das spricht sich irgendwann rum.“

Am Ende hat Oliver Schultz und seine Kollegen am Mittwochmorgen in Braderup 54 Fahrzeuge kontrolliert. Davon waren neun zu schnell unterwegs; sie müssen nun mit Geldstrafen rechnen. Und zwei Fahrer müssen sogar für einen Monat auf Fahrrad oder Bus umsteigen.
Noch bis morgen Abend beteiligt sich die Sylter Polizei an einer Aktion der Landespolizei Schleswig-Holstein. Im Rahmen einer Schwerpunktwoche wurden seit Montag vor allem Geschwindigkeitsdelikte kontrolliert. „Wir kontrollieren an Streckenabschnitten, die wegen der örtlichen Verhältnisse besondere Gefahrenstellen sind. Es ist unser Ziel, möglichst flächendeckend besondere Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime sowie Unfallhäufungsstellen und Deliktsbrennpunkte in die Kontrollen einzubeziehen“, erläuterte Uwe Thöming, der im Landespolizeiamt zuständig für die Verkehrssicherheitsarbeit ist. „Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit zählt zu den Hauptunfallursachen. Die Höhe der Geschwindigkeit entscheidet oft über die Schwere der Unfallfolgen. Wir wollen daher sensibilisieren und das Geschwindigkeitsniveau dauerhaft senken“, erklärte Thöming den Sinn der Aktionswoche. Die Landespolizei kontrolliert regelmäßig das ganze Jahr über, ergänzt diese Kontrollen jedoch mehrmals im Jahr mit europaweit abgestimmten Schwerpunktwochen, beispielsweise zu den Themen Alkohol und Drogen, Schwerlastverkehr, Gurtpflicht und Ablenkung vom Fahren sowie Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen Schleswig-Holsteins nach Angaben der Polizei insgesamt 107 Menschen. Fast 14.000 wurden verletzt. Die Landespolizei setzt daher zur Senkung der Unfallzahlen und zur Reduzierung der Unfallfolgen auf fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße vorzugehen, heißt es aus dem Landespolizeiamt abschließend.

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