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Grünen-Chef Robert Habeck startet Westküsten-Wahlkampf in Westerland

Merret stellt Robert Fragen

Foto: Peter Marnitz Robert Habeck genoss sichtlich seinen Westerländer Auftritt beim Auftakt des Westküsten-Wahlkampfs.

Westerland.(P.M.) Weicher Küstenschutz, Wellenbrecher und Muschel-Kompromiss – Robert Habeck, Grünen-Bundesvorsitzender und schleswig-holsteinischer Top-Kandidat, genoss sichtlich seinen „Heimvorteil“, als er am Montagabend seine Westküsten-Tour für den Bundestagswahlkampf auf Sylt begann. Nach imposanten Strandbildern mit TV-Teams kamen geschätzt 500 Insulaner und Gäste an der Wilhelmstraße zusammen, um den ehemaligen Kieler Landwirtschaftsminister bei seinem Auftritt zu beobachten.

Nach der Rede der nordfriesischen Grünen-Kandidatin Kerstin Mock-Hofeditz merkte man dem Polit-Routinier seine Erfahrung bei öffentlichen Auftritten an. Binnen einer guten halben Stunde breitete Habeck die grünen Vorstellungen von einem ökologischen Umbau der Gesellschaft aus. Dabei nutzte er gern Bilder vom Küstenschutz und der Einrichtung des Weltnaturerbes Wattenmeer: „Dass man heute vor Hörnum so umweltschonend Muscheln ernten kann und die Fischer nicht wild durchs Wattenmeer pflügen, hätte vor zehn Jahren auch niemand gedacht.“

Dass aber auch oder gerade Sylt keine heile Welt ist, daran wurde der grüne Wahlkämpfer am Ende seines Auftritts vom Bürgernetzwerk „Merret reicht‘s“ erinnert. In einem Brief weisen die Sprecherinnen der Initiative darauf hin, dass die grundsätzlichen Probleme der Insel nicht vor Ort allein gelöst werden können. Gerade bei der Erhaltung von Dauerwohnraum und dem Verhindern non nicht vertretbaren Großprojekten müssten Land und Bund einschreiten, statt mit Ausnahmegenehmigungen solche Entwicklungen noch zu fördern: „Sylt darf nicht länger eine Goldgrube für andere sein, nicht für Kapitalanleger, die in Sylter Betongold investieren – und schon gar nicht für das Land Schleswig Holstein oder den Bund selbst. (Grunderwerbssteuer und Erbschaftssteuer sind nur zwei Aspekte), beide profitieren auf Kosten der Insulaner. Auf Sylt merken wir leider kaum etwas von Grünen Werten und Klima rettenden Schwerpunkten.“ Mit sieben konkreten Fragen endete das Schreiben, dass Habeck höflich von „Merret“ in Sylter Tracht entgegennahm.

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