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SPD-Politiker Jens Peter Jensen

Kandidat vor Ort

Foto: P. Marnitz Jens Peter Jensen, SPD Kandidat für den Bundestagswahlkreis 2, Nordfriesland und Dithmarschen-Nord besucht die Redaktion.

Insel Sylt. (P.M.) „Ja, mir liegt der Tourismus sehr am Herzen, deshalb war ich in den letzten Jahren regelmäßig auf der Insel.“ Als Geschäftsführer des Landesjugendrings Schleswig-Holstein und vorher als Geschäftsführer des Bundes Deutscher Pfadfinder hat Jens Peter Jensen schon für viele junge Menschen auf Sylt buchstäblich Quartier gemacht. Jetzt kommt der großgewachsene Nordfriese zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Bundestagskandidat für die SPD im Wahlkreis 2, Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, nach Westerland.
Verabredet mit der Sylter Zeitung hat der gebürtige Husumer den Zug genommen und hat schon beim Fußweg vom Bahnhof in die Redaktion ein Gesprächsthema – die Marschbahn: „Wenn wir wirklich etwas für die Umwelt tun wollen, müssen wir dringend den öffentlichen Nahverkehr verbessern. Das ist hier die Ertüchtigung der Schiene. Mit einem zweigleisigen Ausbau wird nicht nur die Kapazität auf der Strecke Niebüll-Westerland gestärkt, wir können uns dann auch erlauben zum Beispiel alte Bahnhöfe in Hattstedt oder Struckum zu reaktivieren. Dort könnten dann Nahverkehrszüge den Verkehr von der Straße auf die Schiene bringen.“ Auch für die touristische Anreise nach Sylt setzt der Sozialdemokrat auf die Schiene: „Sylt erreicht in der Saison beim Autoverkehr die Grenze der Belastung. Es wäre doch bedenkenswert, auf dem Festland mehr bezahlbare Parkmöglichkeiten zu schaffen, damit die Gäste ihre Autos nicht mit auf die Insel bringen.“

Als ehemaliger „Lobbyist für die Jugend“ liegt dem Vater zweier erwachsener Töchter ein ganz besonderes Segment des Tourismus am Herzen: „Es ist ganz wichtig, Jugendherbergen und Jugenderholungsheime am Leben zu erhalten. Damit schaffen wir die Möglichkeit, junge Menschen mit unserer Landschaft und dem behutsamen Umgang mit unserer Natur vertraut zu machen. Die jungen Gäste von heute sind die Mütter und Väter von morgen, die dann mit ihren Familien wiederkommen. Für diese Gäste ist dann nachhaltiger Tourismus kein Fremdwort.“
Nach Beobachtung von Jens Peter Jensen leiden nicht nur die Jugendherbergen und Heime an den Corona-Folgen, bei vielen im Tourismus Beschäftigten herrsche eine große Verunsicherung: „Wir müssen der Branche und den dort arbeitenden Menschen mehr Sicherheit geben. Ein Schlüssel, der unsere Wirtschaft und Arbeitswelt in der Corona-Krise vor einer Katastrophe bewahrt hat, ist das Kurzarbeitergeld. Damit gerade in der Gastronomie Arbeitsplätze über das Ende der Saison hinaus erhalten bleiben, muss die Kurzarbeiter-Regelung bis zum April 2022 verlängert werden.“ Jensen, der bei dieser Forderung die SPD hinter sich weiß, möchte damit auch verhindern, dass das Beherbergungsgewerbe und die Gastronomie Arbeitskräfte verlieren.
Gut informiert über die aktuellen Probleme in seinem Wahlkreis zeigt sich Jensen auch im Bildungsbereich: „Ich freue mich, dass hier auf Sylt der Ausbau der offenen Ganztagsschule so gut vorangeht. Ich sehe aber Defizite darin, dass der Zugang zu diesem Bildungsangebot finanziell schwächeren Familien schwer gemacht wird. Bildung, das ist eine alte sozialdemokratische Forderung, muss kostenfrei sein. Ich habe im Kreistag miterleben müssen, wie der entsprechende Vorstoß der SPD-Fraktion von den Jamaika-Parteien abgeschmettert wurde. Auch auf Sylt gibt es viele junge Arbeitnehmer-Familien, denen 100 Euro monatlich für jedes Kind im offenen Ganztag wehtun.“
Jensen will auch als frisch gewählter stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender in Nordfriesland den Kontakt zur Insel-SPD intensivieren: „Sylt macht leider keine Ausnahme bei dem Problem, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht. Wir sind dabei klar auf der Seite derer, die mit ehrlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen. Denen müssen wir es ermöglichen, von der Kindheit bis ins hohe Alter ein würdiges Leben zu führen. Auch hier auf dieser schönen Insel braucht man uns Sozialdemokraten.“
In den nächsten Wochen wird Jens Peter Jensen wieder nach Sylt kommen, um sich mit der Insel-SPD abzustimmen.


Veröffentlicht am: 18.06.2021
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