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Die DRK-Bereitschaft und ihre Aufgaben

Immer auf dem Sprung

Foto: DRK Sylt/Westerland Die DRK-Bereitschaft Sylt/Westerland unterstützt die Einsatzkräfte wie im dokumentierten Fall bei einem Brand in Keitum.

Insel Sylt.(red) Der Name sagt es bereits – sie ist immer auf dem Sprung, wenn Unterstützung nötig ist: Aus der „Freiwilligen Sanitätskolonne“ hervorgegangen, besteht die ehrenamtliche Sanitätsbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Sylt/Westerland bereits seit dem Jahr 1929. Heute engagieren sich in dieser Gruppe rund 60 Mitglieder zugunsten „der allgemeinen Gefahrenabwehr im modernen Bevölkerungsschutz“.

Die DRK-Bereitschaft teilt sich dabei in mehrere Gruppen auf. Zum einen ist dies die Sanitätsdienst-Gruppe, die für die medizinische Erstversorgung von Patienten zuständig ist. Im Einsatzfall unterstützt sie den dienstplanmäßigen DRK-Rettungsdienst sowie die Feuerwehren bei Großschadenslagen. Die Gruppe stellt bei Bränden größeren Ausmaßes auch die sanitätsdienstliche Absicherung für die Atemschutz-Geräteträger der Feuerwehr.

Eine zweite Gruppe widmet sich dem Betreuungsdienst im Falle der Evakuierung einer größeren Anzahl von Personen, wie dies schon mehrfach auf Sylt vorgekommen ist. Dabei stellen die Helfer die Unterkünfte, die Versorgung und die Verpflegung der Betroffenen sicher.

Eine weitere Gruppe verantwortet den technischen Bereich, etwa den Einsatz von Notstrom-Aggregaten, der Feldküche und Zelten sowie die Einrichtung von Notunterkünften. Außerdem sorgt sie für Licht und Strom an den Einsatzstellen.

Die vierte Gruppe schließlich ist bei Einsätzen für die Kommunikation zwischen der Leitstelle und der Führungsebene verantwortlich. Gleichzeitig kümmert sie sich um den gesamten Funkverkehr an der Einsatzstelle. Sie ist daher ein wichtiges Bindeglied zwischen dem DRK, der Feuerwehr und der Polizei.

Alle Gruppen gehören zudem der Sylter Schnelleinsatzgruppe (SEG) an, die vorrangig bei größeren Schadensereignissen zum Einsatz kommt.
Gemeinsam stellen die DRK-Bereitschaft und die insularen Feuerwehren den Katastrophenschutz auf Sylt sicher. Mit der Rettungs- und Katastrophenschutzhalle 28 ist auf dem ehemaligen Fliegerhorst in den vergangenen Jahren ein wichtiger Stützpunkt entstanden. Bei der Brandserie im Jahr 2010 konnten dort mehr als 500 Personen untergebracht und versorgt werden. Es folgten weitere acht Unterbringungen in den Jahren danach. Seit dem vergangenen Jahr ist die Halle 28 vollständig renoviert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden.
Zu den Ausbildungen eines jeden Mitglieds der DRK-Bereitschaft gehören die Helfer-Grundausbildung, die Sanitäts- bzw. Rettungssanitäter-Ausbildung sowie die Funkausbildung. Zahlreiche Mitglieder besitzen zudem eine erweiterte Ausbildung, etwa in der Einrichtung von Evakuierungsstätten nach den gesetzlichen Vorschriften. In den einzelnen Gruppen werden regelmäßig Fortbildungen und Unterweisungen durchgeführt.

Die Corona-Pandemie stellte auch die DRK-Bereitschaft vor Herausforderungen. Zwar rückten die Helfer im vergangenen Jahr zu acht Einsätzen aus, doch die Dienste und Schulungen konnten nicht mehr stattfinden, auch sämtliche Großveranstaltungen, bei denen die Helfer sonst präsent sind, fielen aus. Dafür wurden Arbeitsdienste unter hygienischen Schutzmaßnahmen in der Halle 28 durchgeführt, das Material gesichtet und geordnet. Mit 35 Mitgliedern und rund 480 Einsatzstunden unterstützte die Bereitschaft außerdem tatkräftig die Arbeit im Westerländer Impfzentrum.
Ob Alarmierungen tagsüber oder mitten in der Nacht: „Wir sind stolz auf unsere Truppe“, sagt DRK-Bereitschaftsleiter Christian Poetzsch. Sein Stellvertreter Horst Kahle ergänzt: „Egal, wann ein Alarm aufläuft – wir können immer auf die Mitglieder der Bereitschaft zählen.“

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