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Thema Breitenausbildung im DRK – Carmen Kloth seit 38 Jahren aktiv

Immenses Pensum im Ehrenamt

Foto: DRK Sylt/Westerland 583 Teilnehmer wurden von Carmen Kloth vor zwei Jahren in der Breitenausbildung unterwiesen.

Insel Sylt.(red/hwi) Es sind sechs junge Männer und eine Frau, die sich an diesem Abend in einem Raum der Halle 28 auf dem Gelände des früheren Fliegerhorsts eingefunden haben. Alle nehmen ein Stück voneinander entfernt Platz und tragen Schutzmasken – wie auch die Referentin. Seit 38 Jahren ist Carmen Kloth für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sylt/Westerland in verschiedenen Bereichen tätig, doch Corona verlangt nun auch hier besondere Regeln. Gleichwohl führt Carmen Kloth die kleine Gruppe locker, humorvoll und informativ durch die erste Unterrichtsstunde. Neun Einheiten sind es insgesamt bei diesem Erste-Hilfe-Kurs, den fast alle Anwesenden aus einem triftigen Grund benötigen: Sie machen gerade den Führerschein. Carmen Kloth ist beim DRK für die Ausbildung in Erster Hilfe zuständig – und es ist ein immenses Pensum, das sie im Laufe eines Jahres ehrenamtlich leistet. Trotz Corona-Einschränkungen gab Carmen Kloth im vergangenen Jahr allein 86 Kurse mit 583 Teilnehmern in der Breitenausbildung – 2019 waren es im Vergleich noch 127 Kurse mit 1.100 Teilnehmern – und das Spektrum war breit gefächert: Ob Erste-Hilfe-Ausbildung und Anwendung von Defibrillatoren für Feuerwehrleute oder Mitarbeiter von Sylter Firmen, ob für Rettungsschwimmer, in Schulen, Kurheimen oder für Führerscheinbewerber – ungezählte Stunden Freizeit opfert die ehrenamtliche Rettungssanitäterin für die Allgemeinheit, 2020 partiell unterstützt durch Ausbilderin Lisa Kloth-Elias und Ausbildungshelfer Stefan Ferchen. Mehr noch: Auch bei Kursen zur Geburtsvorbereitung war Carmen Kloth präsent, um das richtige Verhalten in Notfällen zu erläutern. „Corona führte zu einigen Neuerungen“, resümiert die Rettungssanitäterin. „Die Teilnehmerzahl der Kurse musste verringert werden, wir lüften regelmäßig und nach dem Unterrichtsende wird von den Stühlen bis zu den Fenstergriffen alles gründlich desinfiziert. Das kostet natürlich zusätzliche Zeit.“ Dennoch ist Carmen Kloth mit Elan und gewohnt guter Laune bei der Sache, wenn sie ihr Wissen an die Teilnehmer weiter gibt.
Auch im eingangs erwähnten Kurs werden die jungen Leute unter anderem lernen, wie man Wunden von Verletzten erstversorgt, Personen in die stabile Seitenlage bringt oder aber eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführt. Damit haben die Teilnehmer dann nicht nur eine Voraussetzung zum Führerscheinerwerb erfüllt, sondern werden im Ernstfall durch das richtige Vorgehen womöglich einmal Leben retten.

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