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Mit Preissteigerungen beim Gas auf Sylt ist zu rechnen

Höhe der Umlage noch unklar

Foto: Pexel

Insel Sylt. Die Preise steigen und steigen und sorgen bei Gaskunden für Sorgenfalten: Die Ankündigung Russlands, die Gaslieferungen über Nord Stream 1 weiter zu drosseln, sorgt am internationalen Gasmarkt für Turbulenzen. Die Preise sind seitdem um rund 20 Prozent gestiegen.

Mit weiteren Anhebungen der Gaspreise in den kommenden Monaten ist zu rechnen. Laut Berechnungen des Verbraucherportals Verivox hat sich der Preis für Endkunden im Schnitt seit Jahresbeginn bereits um 159 Prozent erhöht. Die Kilowattstunde (KWh) verteuerte sich demnach innerhalb eines Jahres von rund sechs Cent auf 16 Cent.

Und dann noch das: Die Bundesregierung plant zum 1. Oktober eine Umlage, über die Versorger Preissteigerungen weitergeben können. Dies könnte zu einer Erhöhung der Gaspreise um 2 Cent pro Kilowattstunde führen. Hintergrund ist die Rettung des Energieversorgers Uniper.

Die Sylter Zeitung hat bei der Energieversorgung Sylt (EVS) nachgefragt, ob mit einer kurzfristigen Erhöhung des Gaspreise zu rechnen ist. Aktuell stehe die „Höhe der gesetzlichen Umlagen noch nicht fest“, so ein Sprecher der EVS. Über die geplante Umlage sollen Gasanbieter ihre gestiegenen Kosten an die Verbraucher weitergeben können. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh könnte es nun durch die neue Umlage von 2 Cent pro Kilowattstunde bis zu 476 Euro im Jahr teurer werden. So wird die Umlage zu einer zusätzlichen Belastung für Privathaushalte, die ohnehin, auch auf anderen Gebieten, mit einer Preiswelle rechnen müssen.

Gasimporteure sollen 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weitergeben können. Die Höhe der Umlage soll auch davon abhängig sein, wieviel Gas Russland liefert. Je weniger Gas ankommt, desto teurer wird die Ersatzbeschaffung.

Das Rettungspaket für den Energieversorger Uniper sieht vor, dass der Bund mit 30 Prozent einsteigt. Geplant sind weitere Rettungsmaßnahmen wie etwa ein erhöhtes Darlehen über die staatliche Förderbank KfW. Uniper hatte zuvor staatliche Hilfen beantragt. Die Firma hatte Liquiditätsprobleme bekommen, weil das Unternehmen durch die Drosselung von Nord Stream 1 teureres Gas einkaufen musste. Bisher hatte Uniper die Preissteigerungen nicht weitergegeben.

Auf die weitere Gas-Verknappung haben die EU-Staaten diese Woche mit einem Notfallplan zur Drosselung des Gaskonsums reagiert. Dieser sieht vor, den Gasverbrauch vom 1. August bis zum 31. März 2023 freiwillig um 15 Prozent zu senken. Zudem soll die Möglichkeit geschaffen werden, bei weitreichenden Versorgungsengpässen einen Unionsalarm auszulösen und verbindliche Einsparziele vorzugeben.


Geschrieben von: Nicole Lütke / veröffentlicht am: 28.07.2022
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