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Sylter Zeitung unterstützt „Frauenberatung“ – wir freuen uns über Ihre Spende

Für ein Leben ohne Gewalt

Foto: Peter Marnitz Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Sylt, Andrea Dunker, hilft Frauen in Not und vermittelt sie an die „Frauenberatung + Notruf Nordfriesland“.

Insel Sylt. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner, teilte das Bundesfamilienministerium mit. Betroffen, so heißt es aus dem Ministerium in Berlin, sind Frauen aller sozialen Schichten. Wie das Bundesfamilienministerium weiter erläutert, sind mehr als 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt Frauen. Etwa die Hälfte von ihnen hat in einem gemeinsamen Haushalt mit dem Tatverdächtigen gelebt. Das zeigt die aktuelle Kriminalstatistische Auswertung zur Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamtes. Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 148.031 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt, 2019 waren es 141.792, davon waren 119.164 Opfer weiblich. Die Statistik auf Bundesebene erfasste folgende versuchte oder vollendete Delikte gegen Frauen im Jahr 2020:

• Vorsätzliche einfache Körperverletzung: 72.013 weibliche Opfer
• Gefährliche Körperverletzung: 12.449 weibliche Opfer
• Bedrohung, Stalking, Nötigung: 29.301 weibliche Opfer
• Freiheitsberaubung: 1.567 weibliche Opfer
• Mord und Totschlag: 359 weibliche Opfer

„Bei uns auf Sylt gab es im Jahr 2019 insgesamt 17 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Sylt, Andrea Dunker, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dabei geht es sowohl um physische Gewalt wie Schläge, Tritte und Vergewaltigungen, als auch um psychische Gewalt wie Beleidigungen, Bedrohungen und Einsperrungen.
„Die Dunkelziffer ist sicherlich höher, gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in den vergangenen beiden Jahren“, sagte Andrea Dunker, die Ansprechpartnerin für Menschen in Not ist – vorrangig für Frauen, die von Gewalt besonders betroffen sind. Auch auf Sylt. Auch mitten unter uns.
Wie kann betroffenen Frauen auf Sylt schnell und nachhaltig geholfen werden? „Ich möchte den Frauen helfen, wieder zu Kraft zu gelangen und sich in Richtung eines selbstbestimmten Lebens zu bewegen“, sagte Andrea Dunker. Dieser Weg in Richtung Gewaltfreiheit und Selbstbestimmung sollte dabei unbedingt von Frauen begleitet und angeleitet werden, die sich in diesem Thema auskennen. „Wichtig ist ja zunächst einmal, dass von Gewalt betroffene Frauen ihr aktuelles Lebenskonstrukt in Frage stellen und in professioneller Begleitung selbst Wege finden, um sich aus dieser furchtbaren Lage zu befreien.“ Ohne professionelle Begleitung droht die Rückkehr in alte Verhaltendmuster, zurück in die Gewalt, der frau eigentlich entkommen will.
Dafür, so Andrea Dunker, steht die Institution „Frauenberatung + Notruf Nordfriesland“ zur Hilfe bereit. „Professionell und mit großer Fachkenntnis helfen die Mitarbeiterinnen, dass betroffene Frauen ihren individuellen Weg finden, damit sie und ihre Kinder künftig ohne Gewalt leben können.“
„Frauenberatung + Notruf Nordfriesland“ sorgt dafür, dass von Gewalt betroffene Frauen vertraulich und kostenfrei beraten werden. „Wir klären mit Ihnen Ihre seelische, körperliche, rechtliche und finanzielle Situation ab. Wir beraten über den Schutz in einem Frauenhaus und über das Gewaltschutzgesetz“, sagte Petra Stadtländer von „Frauenberatung + Notruf Nordfriesland“. Und weiter: „Als einzige im Kreis Nordfriesland anerkannte Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt beraten wir Betroffene, deren Angehörige und unterstützende Personen sowie beteiligte Fachkräfte.“
Für „Frauenberatung + Notruf Nordfriesland“ möchte die Sylter Zeitung über dieses Weihnachtsfest Spenden sammeln. Verlag und Redaktion möchten diese wichtige Arbeit für betroffene Sylterinnen unterstützen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende mit, dass betroffenen Frauen professionell geholfen werden kann.

Die Kontoverbindung:
Förderverein zur Unterstützung der Arbeit der Frauenberatungsstelle & Notruf Nordfriesland
Nord-Ostsee Sparkasse, IBAN: DE03 2175 0000 0121 0826 48
BIC: NOLADE21NOS
Bis Montag, 31. Januar 2022, kann ein Betrag überwiesen werden.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Geschrieben von: Heiko Wiegand / veröffentlicht am: 23.12.2021
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