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Das Neueste aus List – im Gespräch mit Bürgermeister Ronald Benck

„Es geht um ein Miteinander“

Foto: Archiv Er ist seit zehn Jahren Bürgermeister der Gemeinde List auf Sylt: Ronald Benck.

List. Der Inselnorden erfindet sich seit Jahren neu – und tut das immer noch nach Kräften. Die Zahl der sich stetig drehenden Kräne weist den List-Besuchern schon von weitem den Weg hinauf in die nördlichste Gemeinde Deutschlands. Wie stehen die Dinge aktuell in List? Unser Redaktionsmitglied Heiko Wiegand ist mit Ronald Benck, dem Bürgermeister der Gemeinde List auf Sylt, ins Gespräch gekommen.

Herr Benck, die Baukräne in List sind ja neben dem Hafen zu einem zweiten Wahrzeichen der Gemeinde List geworden. Wie sieht es mit den baulichen Fortschritten aus?
Es sind ein paar Kräne weniger geworden in den letzten Wochen. Das ist erstmal ganz gut. Wir waren sicherlich eine Zeitlang der Ort in Schleswig-Holstein, in dem es die meisten Kräne gegeben hat. Dadurch wurde das Landschaftsbild nun nicht gerade positiv beeinflusst (lächelt).

Was meinen Sie damit konkret…?
… Dass es auf dem Gelände des Lanserhofs keinen Kran mehr gibt. Und auf der Baustelle Dünenpark sind die meisten Kräne auch verschwunden. Der Lanserhof wird bis Pfingsten komplett fertiggestellt sein, auch die Außenanlagen und Strandhäuser werden mit Reetdach versehen sein. Das sieht dann einfach gut aus.

Auch direkt an der Küste wird ja in List recht umfangreich gebaut…
… Ja, wir sehen die geplanten Baumaßnahmen des Landesbetriebs für Küstenschutz längs der Oststrandpromenade mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Baumaßnahme wird über drei Jahre gehen. Das wird also recht lange dauern.

Und die Oststrandpromenade ist deshalb auch drei Jahre lang gesperrt?
Ja, das wird so sein. Das ist für die Gäste nicht so schön, weil die Promenade über diesen langen Zeitraum dann nicht nutzbar sein wird. Das betrifft den Bereich vom Hafen bis zum Lanserhof, bis zur Lister Austernperle, denn da wird ständig Bewegung von Baufahrzeugen sein.

Aber durch die Baumaßnahme wird ja auch die Sicherheit für List erhöht…
…Eben. Deshalb das lachende Auge. Wir werden nach Abschluss der Baumaßnahmen des Landesbetriebs dann im Ort auch sicher sein, was die Launen der Nordsee betrifft. Darüber sind wir natürlich glücklich. Die Baustelle ist eingerichtet, das Material ist inzwischen da.

Um in Sachen Bauplanung nochmal nachzuhaken: Wie sieht es mit der Lister Austernperle aus?
Die musste ja abgerissen werden, weil sich im Ständerwerk ein Schädling eingenistet hatte. Dadurch war die Statik nicht mehr gegeben und wir mussten uns schweren Herzens zum Abbruch entschließen. Der Abbruch ist inzwischen vollzogen. Und für den Neubau ist die Gründung bereits abgeschlossen und die Pfähle sind gesetzt.

Ist die neue Lister Austernperle denn in der Hochsaison fertig?
Nein, wir werden in der Hauptsaison keine Strandversorgung haben. Das ist traurig, aber wir werden dort wenigstens Strandkörbe hinstellen, die frei zugänglich sein werden. Und im nächsten Jahr wird es dann in neuem Glanz auch eine neue Strandversorgung geben.

Herr Benck, seit den jüngsten Kommunalwahlen ist ja auch schon wieder Zeit vergangen. Wann wurden Sie in der Gemeindevertretung für Ihre zweite Amtszeit bestätigt?
Na ja, im Grunde ist es ja die zweieinhalbste Amtszeit. Nachdem Wolfgang Strenger gesundheitlich angeschlagen war, bin ich zur Mitte seiner Amtsperiode eingestiegen. Ich wurde im Mai 2023 von der Gemeindevertretung in meinem Amt betätigt und bin jetzt zehn Jahre Bürgermeister.

Wie lange sind Sie gewählt?
Ich wurde für fünf Jahre gewählt, also noch bis 2028.

Nach dem knappen Ausgang dieser Wahl, über die die Sylter Zeitung seinerzeit ja ausführlich berichtet hatte – wie hat sich die Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung entwickelt? Denn die CDU, der Sie ja bekanntlich angehören, hat weiterhin in der Gemeindevertretung keine Mehrheit.
Es ist sicherlich nicht leichter geworden, die Mehrheitsverhältnisse sind schwierig, aber wir haben uns zusammengerauft, weil wir gemeinsam den Ort voranbringen möchten. Vor diesem Hintergrund klappt das gut.

Also kein ständiges Gegeneinander vor dem Hintergrund unklarer Mehrheiten…
Nein, es geht um ein Miteinander zum Wohle der Gemeinde. Das funktioniert sehr gut.

Und wenn man mal etwas weiter auseinander liegt?
Dann muss eben mal länger diskutiert werden. Und wir haben ja auch jede Woche unsere Mittwochsrunden, an denen alle Fraktionsvorsitzenden teilnehmen. Dann reden wir über die anstehenden Probleme und über Wege, wie Probleme gelöst werden können.


Geschrieben von: Heiko Wiegand / veröffentlicht am: 17.04.2024
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