- Werbeanzeige -

Hunderte Besucher auf dem GGS-Kartoffelfest

Erstes ordentliches Fest nach Corona

Foto: Sylt Connected So voll wie an diesem Sonntag war der Hoffmann-Hof lange nicht. Erzählt Boy-Henning Hoffmann an seiner Sortiermaschine.

Insel Sylt.(sc) „Das erste ordentliche Fest nach Corona“, freute sich Gesucht-Gefunden-Sylt-Gründer Björn Nielsen. Seine Facebook-Gruppe ist bekannt dafür, mit aufsehenerregenden Aktionen gute Taten zu vollbringen: Sei es eine Typisierungsaktion für ein an Leukämie erkranktes Sylter Kind, Spendenbowling für die unterschiedlichsten guten Zwecke oder, wie im Oktober, das Fest rund um die Kartoffel.

Zentraler Akteur des Festes ist der Morsumer Bauer Boy-Henning Hoffmann. Wenn am Ende der Erntesaison noch Kartoffeln im Feld liegen, dachte sich der Landwirt, ist es zu schade, sie verkommen zu lassen. Darum startete er schon vor Jahren eine Aktion, bei der die übriggebliebenen Kartoffeln in 20-Kilo-Säcken zum Selbstkostenpreis von 5 Euro verkauft werden – plus fünf 5 Spende an den GGS-Förderverein. Mit den Jahren wurde die Aktion auf dem Hoffmann-Hof immer größer und wuchs zu einer Veranstaltung, die schon fast Dorffestdimensionen annimmt.

Zuletzt konnte 2017 das Kartoffelfest gefeiert werden. In den darauffolgenden Jahren musste es ernte- und coronabedingt ausfallen.

Das Fest wurde vermisst: Der trotz leichtem Nieselregen gewaltige Andrang vor den Ständen war der beste Beweis. Die frisch geriebenen Kartoffelpuffer und vor den Augen der Gäste zubereiteten Kartoffelchips fanden guten Absatz. Ebenso die Crêpes und die von der Kaffeewerkstatt Braderup frisch zubereiteten Kaffeespezialitäten. An keinem der Futterstände wurde Geld verlangt – jeder warf am Ende einfach in die Spendenkasse, was ihm Speis und Trank wert waren. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass auf diese Weise viel mehr Geld zusammenkommt“, verriet Nielsen.

Auf dem Fest gab es indes nicht nur Lebensmittel zum Sofortverzehr: Am Unverpackt-Stand von Frauke Bengsch konnten sich die Gäste mit alltäglichen Lebensmitteln ohne lästigen Verpackungsmüll eindecken: Nudeln, Mehl, Süßigkeiten und Nüsse konnten in mitgebrachten Behältern oder wiederverwerteten Marmeladengläsern eingekauft werden. Wer sich nicht warm genug angezogen hatte, konnte bei Ella Hoffmann Mützen und warme Socken aus Sylter Schafswolle erwerben. Zurück zu den Kartoffeln: Ganze 2,5 Tonnen gingen während des Festes über den Ladentisch. Zusammen mit den Einnahmen aus dem Essensverkauf kam so eine ordentliche Summe zusammen. Das Geld fließt in diesem Jahr in den Düysenhof. Was dort geleistet wird, erklärte Tierärztin Ivonne von Kobilinski, die den Hof betreibt: „Die Dr. Axe-Stiftung hat auf dem Hof einen außerschulischen Lernort für Sylter Kitas und Grundschulen sowie Gästekinder erschaffen, der tierische Begegnungen mit Rind, Huhn, Schaf und Co. auf Augenhöhe ermöglicht. Die Kinder erforschen dort die Fähigkeiten der Tiere, entdecken deren Produkte und beschäftigen sich mit der artgerechten Haltung. So erweitern sie ihr Wissen, erschließen neue Zusammenhänge zum Thema Tierschutz und Tierethik und haben Gelegenheit, ein respektvolles Verhältnis zu Nutztieren aufzubauen.“


/ veröffentlicht am: 02.11.2021
- Werbeanzeige -

Meistgeklickte Artikel

- Werbeanzeige -
Alle Rechte bei Sylter Zeitung © 2021