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Viele Befürworter demonstrierten am Südwäldchen

Ein Zeichen für den Multipark

Foto: Sylt Connected Gegen 15 Uhr wurde die Zahl der Menschen an der alten Holzrampe immer größer. Am Ende waren es schätzungsweise 300.

Westerland.(sc) Eigentlich wollten sie nicht demonstrieren, sondern feiern: Für Ende Oktober hatte der Verein Skateboarding Sylt zur alten Holzrampe am Südwäldchen eingeladen, um ein Zeichen für den Multipark zu setzen. Dennoch hatten sie die Veranstaltung zur Sicherheit beim Ordnungsamt angemeldet – aus gutem Grund: Zwar gingen die Schätzungen auseinander, ob an diesem Nachmittag nun 150 oder doch eher 300 Sylter Rollsportfreunde und Multipark-Befürworter anwesend waren, Demonstrationsausmaße hatte die Veranstaltung aber in jedem Fall angenommen. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Skater aller Altersklassen, sondern auch Vertreter unterschiedlicher Vereine und Institutionen, darunter Hans Wilhelm Hansen, Vorsitzender des TSV Westerland und Birte Wieda, Gründerin der Initiative „Merret reicht’s“.

Von den Multipark-Gegnern war indes keiner erschienen – oder gab sich zumindest niemand zu erkennen. Kurz vor Baubeginn hatten sich einige Anwohner zur „Interessengemeinschaft Anlieger Sylt Stadion“ formiert – aus Angst, in Zukunft entweder durch den Lärm der Skater belästigt zu werden oder anstatt auf eine Dünensilhouette bald nur noch auf Lärmschutzwände aus Beton schauen zu müssen. Auch der Verein Sylter Unternehmer hat sich mehrfach kritisch geäußert und sich für eine Verlegung an den Standort Sportzentrum Sylt-Ost ausgesprochen. Seitdem sind die Arbeiten an dem Park augenscheinlich ins Stocken geraten: Derzeit wartet die Gemeinde auf ein aktualisiertes Lärmgutachten. „Husum muss jetzt mal in die Puschen kommen und die nötigen Genehmigungen liefern“, meinte Gernot Westendorf. Von der hölzernen, alten Skaterampe herab hielt der Vorsitzende des Skateboardvereins seine Rede für den Multipark, „bei dem es sich nicht nur, wie viele glauben, um einen Skatepark handelt, denn wir wollen für alle Sylter etwas erreichen. Seit 50 Jahren ist das Sylt Stadion ein Sportplatz für alle Generationen. Das soll dieser Ort im Rahmen des Multiparks auch für die kommenden 50 Jahre sein.“ Die Multipark-Gegner lud er ein: „Lasst uns die Hand reichen, damit wir auf Sylt endlich wieder zusammenstehen können.“ An diesem Nachmittag reichten viele der Anwesenden dem Verein nicht nur die Hand, sondern auch ihr Portemonnaie, denn die Mitglieder sammelten auch fleißig für die Crowdfunding-Aktion, die die Skateboarder in Zusammenarbeit mit der Sylter Bank und der Energieversorgung Sylt ins Leben gerufen haben. Jeder dort gespendete Euro wird von den Unternehmen verdoppelt. Bis zum 31. Dezember müssen so 150.000 Euro zusammenkommen, um die Spendenphase erfolgreich zu beenden, andernfalls werden die Gelder an die Spender zurücküberwiesen. Bisher steht das Projekt bei knapp 115.000 Euro. Wer den Multipark unterstützen möchte, findet alle Informationen online unter www.sylter-bank.de/crowdfunding.


/ veröffentlicht am: 09.11.2021
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