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Wesentlich mehr Briefwähler als 2014 entscheiden über neuen Bürgermeister

Das Rennen um 13.149 Stimmen

Foto: hwi In den Räumen der Inselverwaltung am Bahnweg können die wahlberechtigten Sylterinnen und Sylter schon vor dem 7. März ihre Stimme abgeben.

Von Peter Marnitz

Gemeinde Sylt. Das Rennen um die 13.149 Stimmen, die für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 7. März, abgegeben werden dürfen, geht in die Zielkurve. Am Sonntag in einer Woche wird ab 18 Uhr ausgezählt, dann steht fest, wer die Wahl um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Sylt gewonnen hat und ob es zu einer Stichwahl kommt. Viele Wahlberechtigte haben sich bereits entschieden und die Möglichkeit der Briefwahl genutzt.

Bereits bis zum vergangenen Mittwoch waren exakt 3.469 Anträge auf Briefwahl beim Bürgerservice der Gemeinde eingegangen. Damit seien elf Tage vor dem Wahltermin schon wesentlich mehr Stimmen abgegeben worden als bei der letzten Bürgermeisterwahl insgesamt, berichtet Gabi Gotthard, die beim Bürgeramt für die Abwicklung der Wahl zuständig ist: „Bei der letzten Bürgermeisterwahl wurden insgesamt nur 1.674 Briefwahlstimmen ausgezählt.“ Verantwortlich für diese Wähler-Bewegung seien sicher die Corona-Einschränkungen, da mehr Bürger eine direkte Stimmabgabe in einem der neun Wahlbezirke vermeiden wollten.

Dabei wurden, so Gabi Gotthard, auch für die neun Wahlräume detaillierte Hygienekonzepte erarbeitet. So müssen die Wähler neben ihrer Wahlbenachrichtigung und ihren Personaldokumenten auch eine medizinische Maske mitbringen. Jeder Wahlberechtigte hat mit seinen Wahlunterlagen auch die Information über den Standort seiner Stimmkabine bekommen.

Gewählt werden kann am Sonntag, 7. März, von 8 bis 18 Uhr an folgenden Orten: im Schulzentrum Sylt in Westerland, in der Lebenshilfe Sylt in Westerland, in der Alten Post in Westerland, im Tennis-Club in Westerland, in der Boy-Lornsen-Schule in Tinnum, im Gemeindehaus in Tinnum, im Friesensaal in Keitum, im Pastorat von St. Martin in Morsum und in der Sylt-Quelle in Rantum.
Insgesamt 75 freiwillige Wahlhelfer werden in den Wahllokalen für die ordnungsgemäße Stimmabgabe sorgen. Nach 18 Uhr folgt dann der zweite wichtige Arbeitsschritt: Die Stimmen müssen ausgezählt werden. Zu den Wahlscheinen, die am Wahltag in die Wahlurne geworfen werden, kommen dann auch noch die zum Wahlbezirk gehörenden Briefwahlstimmen. Das bedeute für die Wahlhelfer zusätzlichen Aufwand, erklärt Gabi Gotthardt: „Es müssen pro Stimmzettel immer zwei Umschläge geöffnet werden. Allein das kostet viel Zeit. Außerdem werden sicher mehr Briefwahlstimmen als bei der letzten Wahl bearbeitet werden.“

Die von den Vorständen in den neun Wahlbezirken festgestellten Ergebnisse werden nach der Auszählung dann der Wahlzentrale des Bürgerservice am Bahnweg gemeldet. Dort werden die Ergebnisse zusammengerechnet, um schließlich das Gesamtergebnis zu verkünden. Damit sei am frühen Abend zu rechnen, so Gabi Gotthardt: „Ich hoffe, dass wir gegen 20 Uhr ein Ergebnis haben, es kann aber auch 21 Uhr werden. Man weiß ja nie vorher, was an so einem Wahlabend passiert.“

Sieger der Wahl ist der Kandidat, der mindestens 50 Prozent plus mindestens eine Stimme erhält. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, kommt es zu einer Stichwahl der beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Dieser zweite Wahlgang findet dann am Sonntag, 28. März, statt. Ob es nach einer möglichen Stichwahl eine Wahlparty gibt, hängt von den dann herrschenden Corona-Regeln ab. Am Sonntag, 7. März, wird es aber definitiv kein Fest geben, da bis dahin sicher noch strenge Lockdown-Regeln gelten werden.

Die für die Wahl verantwortliche Mitarbeiterin des Sylter Rathauses wird übrigens selbst keine Stimme abgeben: „Ich wohne in Hörnum und bin daher nicht wahlberechtigt.“ Sie kann nicht, wie die 13.149 Bürger der Gemeinde Sylt, über den künftigen Rathaus-Chef entscheiden.


Veröffentlicht am: 26.02.2021
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