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Erhebungsbeauftragte des Zensus 2022 zurzeit auf der Insel unterwegs

Basis für künftige Entscheidungen

Foto: Kreis Nordfriesland Zensus-Interview: Der Erhebungsbeauftragte klingelt an der Tür. Er hat Tasche, iPad, Klemmbrett und Dienstausweis dabei.

Insel Sylt. In Nordfriesland sind zurzeit 264 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte unterwegs, um Daten für die bundesweite Volkszählung, den Zensus, zu sammeln. Rund 38.000 Befragungen führen die Interviewer – darunter etwa 20 hauptamtliche Verwaltungskräfte des Kreises Nordfriesland und seiner Ämter – bis Ende Juli auf dem Festland und den Inseln durch.
Welche Haushalte im Kreisgebiet für die stichprobenartige Befragung bestimmt wurden, hat das Statistikamt Nord im Vorfeld festgelegt. Die ausgewählten Bürger werden unter anderem zu Name, Geschlecht, Familienstand und Staatsangehörigkeit befragt. Auch zusätzliche Fragen wie etwa zum Schulabschluss oder Beruf sind möglich.
Getreu des Zensus-Leitmotivs „Online First“ erheben und übermitteln die Interviewer die Daten vor Ort mit einem Tablet-Computer. Auf den Endgeräten werden keine Daten gespeichert.

Silke Hansen, Leiterin der Zensus-Erhebungsstelle der Kreisverwaltung, wies vor den Befragungen darauf hin, dass alle ausgewählten Haushalte dazu verpflichtet sind, Auskünfte zu erteilen. „Wer dies beim Besuch der Interviewer nicht tun möchte, muss seine Angaben innerhalb einer Woche mit einem personalisierten Zugangscode online oder telefonisch übermitteln“, so Hansen. Wer sich ganz gegen eine Auskunft entscheidet, muss mit einem Zwangsgeld rechnen. Ein entsprechendes Mahn- und Erinnerungswesen hat die Erhebungsstelle bereits aufgebaut. „Wir setzen jedoch, wie immer, auf das Verständnis und das Mitwirken der Nordfriesinnen und Nordfriesen und hoffen, dass wir diese Maßnahme nicht ergreifen müssen“, verdeutlicht Hansen.

Zusätzlich zu den stichprobenartigen Haushaltsbefragungen kommt es im Rahmen des Zensus auch zur Vollerhebung aller Gemeinschaftsunterkünfte im Kreisgebiet. Dazu zählen unter anderem Alten- und Pflegeheime, vollstationäre Jugendhilfeeinrichtungen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Die Bewohner werden durch die Verwaltungskräfte jedoch nicht direkt befragt. Auskünfte erteilen die Einrichtungsleitungen stellvertretend.
Zudem erfolgt auch in Nordfriesland eine Gebäude- und Wohnungszählung mittels einer Befragung von Eigentümern oder Verwaltungen von Wohnraum.
Das nordfriesische Zensus-Team weist darauf hin, dass alle Erhebungsbeauftragten mit einem eigenen Zensus-Ausweis ausgestattet wurden, der sie zusammen mit ihrem Personalausweis zur Durchführung der Volkszählung hervorragend legitimiert.

„Bürgerinnen und Bürger, die sich unsicher sind, ob ihr Gegenüber vom Kreis Nordfriesland mit der Erhebung beauftragt wurde, können sich unter der Rufnummer 04841 677099 direkt an uns wenden. Wir erteilen dann eine entsprechende Auskunft“, ergänzt Hansen.
Die im Rahmen des Zensus gewonnenen Informationen ermöglichen eine verlässliche Planungsgrundlage für wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entscheidungen in den Gemeinden, den Bundesländern und vor allem auf Bundesebene. Die Volkszählung hilft allen staatlichen Ebenen zum Beispiel dabei, Einrichtungen der Daseinsvorsorge vernünftig zu planen – darunter Schulen, Kindergärten, Pflegeheime und medizinische Versorgungseinrichtungen.
Auch die Einteilung der Wahlkreise, die Stimmenverteilung im Bundesrat oder die Berechnung von Ausgleichszahlungen wie der Länderfinanzausgleich oder EU-Fördermittel orientieren sich an den Ergebnissen der Volkszählung.


Geschrieben von: Sylter Zeitung / veröffentlicht am: 17.05.2022
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