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Peter Jacobsen Straßen- und Tiefbau erneuert Recycling-Anlagen

Alles neu in der Kiesgrube

Foto: Peter Marnitz Neu aufgebaut und auf den neuesten Stand gebracht wurden die Recycling- und Produktionsanlagen in der „Kiesgrube“

Braderup.(P.M.) Nur ein eher unauffälliges Schild an der Straße zwischen Munkmarsch und Braderup weist den Weg zur „Kiesgrube“. So fahren nicht nur Touristen, sondern auch die meisten Sylter an dem großen Gelände an der Braderuper Heide vorbei, ohne zu wissen, dass die Kiesgrube ganz gewiss nicht das ist, was man sich unter einer Kiesgrube vorstellt – die Zeiten, als in dieser Grube Kies und Sand abgebaut wurden, sind seit Jahrzehnten vorbei. Was auf dem Gelände, welches vom Sylter Unternehmen „Peter Jacobsen Straßen- u. Tiefbau GmbH & Co. KG“ betrieben wird, tatsächlich geschieht, davon konnten sich jetzt an einem Freitag viele Gäste überzeugen. Es galt, die Fertigstellung der umfangreichen Neubauten und Renovierungen der Produktionsanlagen und Verwaltungsgebäude zu feiern.

Dabei wurden ein hochmoderner Recyclingsbetrieb, eine Annahmestelle für Bodenaushub und eine Beton-Mischanlage präsentiert. Rund 3 Millionen Euro wurden investiert, vorwiegend Unternehmen aus der Region setzten die Pläne für das Büro, die Werkstatt mit Halle, die neuen Zufahrten und die große Waage um.

Obwohl man von der Straße aus nichts von den Neubauten sehen kann, muss sich der Betrieb wirklich nicht verstecken. In der Kiesgrube arbeitet eine der modernsten Recyclinganlagen ihrer Art, die für den Bereich Straßen- und Tiefbau einen großen Beitrag zum sparsamen Umgang mit Ressourcen und damit zum Schutz der Umwelt leistet.

Während der Bauarbeiten war die „Kiesgrube“ selbst ein guter Kunde für die eigenen Produkte, denn es wurden rund 8.000 Tonnen an recyceltem Material für die Zufahrtsstraßen und Fundamente eingesetzt. Wie der Gedanke der sinnvollen Wiederverwendung von gebrachten Materialien im Unternehmen verwurzelt ist, zeigt sich bei der Abstützung des Kiesgruben-Hanges. Die massive Betonwand am Fuß der Grube besteht aus alten Betonbuhnen, die in den letzten zwei Jahren von den Sylter Stränden entfernt wurden. „Wir haben sie nur auf das passende Maß gebracht und dann hier eingebaut“, berichtet Kai Uwe Sönnichsen, einer der vier Geschäftsführer des Unternehmens.

Wiederverwendung hat Tradition bei Peter Jacobsen. Seit vielen Jahrzehnten recycelt das Sylter Bauunternehmen gebrochenen Schutt, der von der ganzen Insel angeliefert wird, zu neuen Baustoffen, die als Unterbau im Straßen-, Tief- und Landschaftsbau verwendet werden. Mit den neuen Produktionsanlagen kann der Einsatz verschiedener Aufbereitungstechniken wie Zerkleinerung, Sortierung auf neuestem technischen Niveau stattfinden. Baustoffreste werden so zuverlässig verarbeitet, um größtenteils eine neue Verwendung zu finden. Es bleiben nur geringe Reste übrig, die deponiert werden müssen.

Im Eingangsbereich des neu geordneten Geländes befindet sich eine große Waage, auf die mit einer Länge von 18 Metern auch große Lkw passen. Mit Wiegeschritten von 20 Kilogramm ist die Anlage für die Gewichtbestimmung von Personen übrigens nur bedingt geeignet, bei Lkw-Ladungen gilt der Maßstab als äußerst exakt.

Der auf Sylt einzigartige Betrieb sorgt nicht nur für fachgerechtes Recycling, er kann auch mit einem breiten Angebot an Materialien aufwarten. Vom „Katzenkopf-Pflaster“ in verschiedenen Durchmessern bis zu Beton und „Edelsplit“ reicht die Produktpalette. Was auf Wegen oder Sportanlagen auf der Insel buchstäblich „mit Füßen getreten“ wird, stammt aus der einzigen genutzten „Kiesgrube“ der Insel.

Wer Absperrbaken, Verkehrsschilder oder Bauzäune braucht, wird am Hauptstandort von Peter Jacobsen in Tinnum am Flughafen fündig. So finden Kunden bei der Firma Jacobsen ein großes Angebot rund um das Thema Baustelle.

In dem Betrieb gelten selbstverständlich die aktuellen Corona-Regeln. Eine elektronische Frauenstimme erinnert Besucher an die Maskenpflicht, wenn sie vergessen haben, den entsprechenden Schutz anzulegen. Auch diese Technik ist ganz auf der Höhe der Zeit.


Veröffentlicht am: 31.08.2021
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