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Sven Paulsen zieht Bilanz für 2020 und blickt optimistisch ins neue Jahr

Ab April im normalen Modus

Foto: hwi Der Hörnumer Hafen geht in den Besitz der Gemeinde über. Ab 2022 soll dort, so hofft Sven Paulsen, mit der Sanierung begonnen werden.

Westerland.(hwi) Es hat ihn gebeutelt, dieses Corona-Jahr 2020. Ein Viertel weniger Umsatz für die Reederei Adler-Schiffe, gar 40 Prozent weniger für die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG). Aber Sven Paulsen blickt trotz aller Schwierigkeiten optimistisch ins neue Jahr 2021: „Ich gehe davon aus, dass wir ab April wieder im normalen Modus sind“, sagte der 61-jährige Keitumer im Gespräch mit der „Sylter Zeitung“.

„Ab April 2021 erwarte ich eine gute Urlaubssaison.“ Die Gäste seien wegen ihrer Erfahrungen mit der Pandemie sensibler als in den Vorjahren. Und auch im kommenden Jahr sei Corona natürlich noch ein Thema. „Die Menschen werden deshalb sicherlich in ihrer großen Mehrheit erstmal zuhause, also im eigenen Land bleiben“, so Paulsen. Davon werde natürlich auch die Insel profitieren. Irgendwann, klar, da werde auch der Wunsch bei vielen steigen, mal wieder ins Ausland zu fliegen – „aber noch nicht nächstes Jahr“. Wenn die Bevölkerung gut durchgeimpft sei, dann bekomme man auch das Virus endlich in den Griff.

Der Rückblick ins ablaufende Jahr fällt naturgemäß nicht ganz so gut aus. Die Reederei sei im ersten Lockdown im Frühjahr schwach gestartet, habe im Sommer aber ganz gut aufgeholt „und einen sehr guten Oktober“ erlebt. Das war‘s dann für dieses Jahr, denn trotz guter Buchungszahlen für die Insel bis weit in den November hinein hat der zweite faktische Lockdown dafür gesorgt, dass der Geschäftsbetrieb ein zweites Mal eingestellt werden musste.

Seit Ende Oktober mussten die Schiffe erneut im Hafen bleiben.

Die SVG konnte nach dem ersten Lockdown im Frühjahr einen Teil der Umsatzverluste wieder auffangen. „Einen Einbruch haben wir allerdings beim Transport von bis zu 1.000 Kindern an normalen Montagen und Dienstagen in die Jugend- und Kinderheime erlebt“, erläuterte Sven Paulsen. In diesem Bereich gab es Umsatzausfälle von bis zu 100 Prozent. Und diese Sparte konnte nicht unter den Landesrettungsschirm schlüpfen, denn der ist ausschließlich für den Liniendienst der SVG gedacht. „Wir mussten in diesem Zusammenhang bis zu 100 Prozent der Busse abmelden.“

„So ein Jahr“, sagt Sven Paulsen in der Zusammenfassung, „habe ich noch nicht erlebt.“ Selbst im Juli seien die Busse nur halb voll gewesen. Nach der Einführung eines hochwirksamen, auf der Basis von Wasserstoffperoxid basierenden Hygienesystems für die Busse sei die SVG dann im Oktober wieder auf 80 Prozent der für diesen Monat normalen Zahlen unterwegs gewesen.

Solide Grundlagen für eine gute Zukunft sieht Sven Paulsen auch in Hörnum: „Wenn die Gemeinde den Hafen übernommen hat, können im Jahr 2022 die Sanierungsarbeiten beginnen. Ich bin optimistisch, dass dieses Thema in trockene Tücher kommt.“ 50 Prozent der Investitionskosten in den Hafen werden nach Paulsens Angaben vom Bund übernommen, nun gehe es aber auch um die Ertüchtigung der Randflächen – „dafür hat die Gemeinde einen Städteplaner eingestellt“.

Und ob die „Quest“ im nächsten Jahr noch einmal für die Reederei in See sticht, wird derzeit noch geprüft und verhandelt. „Hier hatten wir, übers Jahr gesehen, eine Auslastung von 50 Prozent, dafür kann man für dieses Jahr zufrieden sein, aber generell reicht das natürlich nicht.“

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