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Anwohner, Vertreter der Bürgerinitiative und Politiker treffen Verkehrsexperten am Lornsenweg

Zwei Varianten sind möglich

Foto: Peter Marnitz Was wird aus dem Lornsenweg? – Darüber diskutierten Bürger, Politik, Verwaltung und Planer kürzlich im Rahmen eines Ortstermins.

Westerland.(red) Fast ununterbrochen surren Pedelecs, Lastenräder oder Trecking-Bikes über den Radweg hinter den Dünen im Norden Westerlands. Stillstand herrscht dagegen seit gut einem halben Jahr bei der Planung der Verkehrsführung von Rad- und Fußgängerverkehr rund um den Lornsenweg. In dieser Woche kam endlich wieder Bewegung in den scheinbar festgefahrenen Konflikt.

Vor Ort an den Dünen westlich der Steinmannstraße trafen sich Planer der Ingenieurgesellschaft SHP, ein Vertreter der Verwaltung, Gemeinde-Politiker von SSW, SPD, Grünen, SWG und CDU und die Sprecherinnen und Sprecher der Bürgerinitiative (BI), die sich für den Erhalt des Lornsenwegs als Fußgängertrasse einsetzt. Spontan gesellten sich auch noch viele Anwohner zu der Gruppe, die die möglichen Trassen für den Rad- und Fußgängerverkehr gemeinsam bei einem Fußmarsch in Augenschein nahm.

Als sich die rund 50 Personen danach zur Diskussion im Saal der Senioreneinrichtung an der Steinmannstraße trafen, machten die SHP-Berater schnell klar, dass es nur zwei Trassenvarianten gibt, die umgesetzt werden könnnten: Entweder wird der Radverkehr über den Lornsenweg geführt und Fußgängern wird der bestehende Rad- und Fußweg am Dünenfuß zugewiesen oder der Weg bleibt so, wie er aktuell ist. Der Lornsenweg bliebe dann Fußgängern vorbehalten.

Die existierende Kombi-Trasse müsse dann entsprechend den Anforderungen an modernen Rundverkehr erweitert werden. Die dritte Variante, den Radverkehr über die Uthlandstraße zu führen, wurde von den Experten sowie den Verwaltungsvertretern als nicht umsetzbar eingestuft. Sie war von den Grünen als Kompromiss vorgeschlagen worden. In der Diskussion waren sich die Vertreter der Lornsenweg-Initiative, die Vertreter von SSW und SPD gemeinsam mit den anwesenden Nachbarinnen und Nachbarn schnell einig, dass nur eine Trassenführung in Frage kommt, die den Lornsenweg für Fußgängerinnen und Fußgänger erhält.

Nun hoffen die Befürworter dieser Lösung, dass auch die Politikerinnen und Politiker von CDU und Grünen, die sich bisher für die Radtrasse auf dem Lornsenweg stark gemacht haben, umdenken und beim weiteren Abstimmungsprozess dem Bürgerwillen folgen. Der ehemalige Bürgervorsteher Peter Schnittgard (CDU) brachte es auf den Punkt: „Man kann ja auch mal klüger werden!“


Geschrieben von: Redaktion / veröffentlicht am: 08.08.2023
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