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Bäckermeister Heiko Funke bringt seine Ideen in die Bäckerei Abeling ein

Wenn der Vater mit dem Sohne

Foto: hwi Bäckermeister Heiko Funke bei der Arbeit in der Backstube der Bäckerei Abeling. Anfang des Jahres kam er mit seiner Familie auf die Insel.

Westerland.(hwi) Die traditionelle Backkunst des Vaters will er sinnvoll ergänzen und weiterentwickeln durch das Neue, das er mitgebracht hat, als er Anfang des Jahres mit seiner Familie auf die Insel gekommen ist. Der Bäckermeister Heiko Funke hat zuletzt in einer Biobäckerei in Wolfsburg in leitender Position gearbeitet und sich dort vor allem auf Brot und Brötchen spezialisiert. Und dies alles weiter entwickelt, verbessert, verfeinert, vor allem erneuert. „Das passt gut zum Stil meines Vaters. Er ist mehr auf der traditionellen Schiene zu Hause – Weizenmehl und Butter. Ich verarbeite auch mal Moderneres, Dinkel oder Einkorn“, sagt Heiko Funke im Gespräch mit der Sylter Zeitung. Macht zusammen eine Spannbreite von belastbarer Tradition und der Lust am Neuen, an dem, was man auf der Insel noch nicht so kennt. Sie wollen Tradition mit Zukunft verbinden, die beiden Bäckermeister Heiko Funke und sein Vater Klaus, der vor zwölf Jahren Inhaber der Friesenbäckerei Abeling wurde. Auf diese Weise wollen sie sich in den nächsten vier, fünf Jahren ergänzen. Dann, so plant Vater Klaus, will er in den Ruhestand gehen. Doch bis dahin haben die beiden Bäckermeister noch einiges vor. Und in Teilen sogar schon umgesetzt. „Bei der letzten Stollenprüfung vor einigen Wochen hat mein Vater einen Whisky-Stollen vorgelegt und ich einen Dinkel-Stollen“, erzählt Heiko Funke. Beide haben die Note „sehr gut“ bekommen. Und beide haben ihre Käufer gefunden – ähnlich wie die Dinkelseelen, die ebenfalls gut nachgefragt werden.„Die Menschen gerade in den Großstädten verzichten immer öfter auf Gluten, das vor allem in den Weizenprodukten steckt. Viele vertragen es nicht mehr und suchen nach Alternativen“, erläutert der 32-Jährige. Dinkel kann da helfen, weil der Gluten-Anteil im Vergleich zum Weizen erheblich niedriger ist. Zwar werde immer wieder kritisiert, dass Dinkelgebäck zu trocken sei, aber auch dafür gibt es eine Lösung: „Wir behandeln es vor dem Backen mit Wasser. Dann kann das Korn mehr davon aufnehmen und das Gebäck ist nicht mehr so trocken.“ Das Dinkelmehl wird ohne Zusätze verarbeitet, die Sylter und ihre Gäste fragen es immer stärker nach. Im Hochsommer stand Heiko Funke täglich zwischen zehn und elf Stunden in der Backstube, derzeit sind es acht bis neun – „die Saison ist vorbei.“ Zeit, sich mit dem zu beschäftigen, was Vater Klaus in den vergangenen Jahren zur Perfektion entwickelt hat: Kuchen, Gebäck, alles rund um das Thema Weihnachten und viel weiteres Saisonales. In den nächsten Jahren ist Zeit, dass Vater und Sohn voneinander lernen. Zeit bleibt im Moment aber auch, damit Heiko Funke mit Ehefrau Jenny, Tochter Anna-Lena und Sohn Maximilian die Insel näher kennenlernen kann. Er will alles mal ausprobieren in den nächsten Jahren: das Surfen, den Wassersport im Allgemeinen, vielleicht auch den Golfsport. Die Kinder gehen in Westerland in die Kita, dort haben die Funkes auch schon erste private Kontakte geknüpft. „Wir gehen mit der Familie derzeit viel spazieren, wegen Corona ist ja nicht viel mehr möglich, aber die Insel ist schön und die Luft hier ist gut. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir hier sind.“

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