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ISTS gibt Ausblick auf Tourismus-Jahr 2023

Weniger Masse, mehr Klasse

Foto: L. Jockumsen „Mehr Qualität, weniger Quantität“ – darum muss es nach der Überzeugung von ISTS-Chef Peter Douven in der Saison 2023 gehen.

Insel Sylt. Die Reisebranche in Deutschland hat nach dem Corona-Tief wieder optimistischer in die Zukunft geblickt. Doch angesichts der hohen Energie- und Rohstoffpreise und der stark gestiegenen Kosten für Lebensmittel steht die Branche vor einem neuen Stresstest.
Womit rechnet die Tourismuswirtschaft? „2023 wird sicher kein Selbstläufer werden“, sagte der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig. Die entscheidende Frage sei, „wie viel die Leute noch im Portemonnaie haben werden.“
Peter Douven, Geschäftsführer des Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS), stellt jährlich eine Prognose für die aktuelle Tourismus-Saison auf. In diese fließen verschiedene Wirtschaftsgutachten, Marktbeobachtung, Aussagen von Ökonomen und weitere Daten ein.
Die Aussicht für 2023 stimmt wenig positiv.

Die Touristiker rechnen mit weniger Gästen, die sich bei Ausgaben wie Restaurant- oder Veranstaltungsbesuchen zurückhalten. Eine weitere Belastung für die touristischen Betriebe: Sie haben mit steigenden Kosten für Energie und Lebensmitteln zu kämpfen.
Peter Douven rechnet mit einem „Rückgang von etwa sechs Prozent bei den Übernachtungen – wobei mit einer Fehlerspanne von plus/minus zwei Prozent zu rechnen ist“, heißt es in einer Mitteilung. Der Rückgang wird in der Sommerferienzeit eher geringer ausfallen als in den anderen Monaten, aber dafür ist der „Reisekorridor innerhalb der Sommerferien so kurz wie nie zuvor“, so die Prognose.

Dazu kommt, dass die Gäste beim Konsum zurückhaltender sein und weniger Geld für Restaurantbesuche, Veranstaltungen oder Souvenirs ausgeben werden. Das belastet „die insulare Gastronomie ebenso wie den Einzelhandel und die Anbieter von anderen touristischen Leistungen. Dass sich die Urlaubsnachfrage deutlich ändert, wird bespielsweise durch den Touristischen Vertriebsklima-Index deutlich. Bisher galt: Wenn die Urlauber keine Auslandsreisen buchen, reisen sie innerhalb Deutschlands – doch die Buchungsanzahl zeigt, dass die Menschen ganz auf Reisen verzichten. „Wir müssen davon ausgehen, dass dieses Jahr insgesamt weniger Gäste auf die Insel kommen und dass diese zudem sparsamer sind als in den vergangenen Jahren“, sagt Peter Douven. Um potentielle Gäste trotzdem von einer Buchung zu überzeugen, rät der ISTS den Betrieben, ihre Preispolitik anzupassen und die Preise für Übernachtungen nur zu erhöhen, wenn es unbedingt notwendig ist. Es kann nur darum gehen, die Gästezahlen zu stabilisieren. „Mehr Qualität, weniger Quantität“, fasst der ISTS zusammen.


Geschrieben von: Nicole Lütke / veröffentlicht am: 31.01.2023
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