- Werbeanzeige -

Strengere Regeln für Hundehalter an Stränden

Was geht am Strand? Was nicht?

Foto: Sylt Connected

Insel Sylt.(sc) Pünktlich vor Beginn der Osterzeit gelten seit Mitte März wieder strengere Regeln für Hunde und deren Halter an den Stränden: Dürfen die Vierbeiner im Winter noch frei am Weststrand toben, müssen Hundebesitzer von nun an bis Ende Oktober wieder die Zugänge zu den Hundestränden nutzen. Damit alle gleichermaßen ihren Spaß am Strand haben, gibt es aber auch für Menschen ohne Hund einige Regeln zu beachten.

Übrigens ist es trotz der genannten Vorschriften kein Problem, mit seinem Vierbeiner am Strand lange Spaziergänge zu unternehmen: Angeleint darf man mit dem Hund am Flutsaum entlang des gesamten Weststrandes gehen – außer in Westerland und Rantum. An insgesamt 17 eigens ausgewiesenen Strandabschnitten von List bis Hörnum sind Hund und Herrchen gemeinsam willkommen, in Wenningstedt, Westerland, Rantum und Hörnum darf sogar auf die Leine verzichtet werden, solange der freilaufende Vierbeiner niemanden direkt stört.

Küsten- und Naturschutz sind auf Sylt ein wichtiges Thema. Deshalb sollten auf dem Weg zum Strand die vorgesehenen Pfade nicht verlassen werden – das Betreten der Dünen ist nicht erlaubt. Außerdem ist es unter anderem nicht gestattet, am Strand zu übernachten, dort Feuer zu machen oder laute Musik zu hören. Auch Möwen füttern ist verboten – wer schon einmal von einem der frechen Seevögel um sein wohlverdientes Fischbrötchen gebracht wurde, weiß diese Regel sehr zu schätzen.

Andere Vorgaben dienen der gegenseitigen Rücksichtnahme: Wenn sich im Sommer die Sonnenbadenden dicht drängen, wäre es beispielsweise nicht klug, mittendrin einen Drachen steigen zu lassen. Dies ist derweil ab 17 Uhr an den im Süden von Westerland gelegenen Strandabschnitten Dikjendeel und Baakdeel erlaubt. Die Nutzung motorisierter Fluggeräte wie Drohnen wiederum ist allgemein verboten.

Wer den Drachen nicht nur steigen lassen, sondern sich von ihm auch übers Wasser ziehen lassen will, für den bietet das Sylter Revier manch hervorragenden Spot. Neben dem Brandenburger Strand in Westerland, der jedes Jahr Schauplatz des Surf World Cups und somit für seine anspruchsvollen Bedingungen bekannt ist, gibt es weitere Abschnitte für Anfänger und Fortgeschrittene etwa in List, Wenningstedt, Munkmarsch und Hörnum.

Im Süden, am Oststrand finden Kiter, Windsurfer und Stand-up-Paddler im Flachwasser bei unterschiedlichen Windrichtungen und unabhängig von den Gezeiten meist ganztags gute Bedingungen vor. In List surfen Kiter besonders gern im Königshafen oder stehen in Wenningstedt am Ende der Promenade sowie in Munkmarsch in der Nähe des Hafens auf dem Surfbrett – dort sind die Surfschulen beste Anlaufstellen, gerade für Anfänger.

Apropos Anfänger: Oft wird die Kraft des Meeres von unerfahrenen Schwimmern unterschätzt. Wellen mögen gar nicht hoch genug erscheinen, und doch können sie auch gute Schwimmer umwerfen und mitreißen. Dazu kommt die Gefahr, von der Unterströmung aufs Wasser hinausgezogen zu werden. Um nicht Opfer eines solchen „Trekkers“ zu werden, sollten immer die Gefahrenzeichen am Strand beachtet und die von Rettungsschwimmern bewachten Abschnitte genutzt werden. Und sollte man doch einmal merken, dass das Wasser einen hinauszieht, gilt: Nicht gegen die Strömung anschwimmen – das kostet nur Kraft. Stattdessen lieber schräg weg vom Trekker schwimmen, weg von der Strömung wieder in Richtung Land zurück.


Geschrieben von: Sylt Connected / veröffentlicht am: 12.04.2022
- Werbeanzeige -

Meistgeklickte Artikel

- Werbeanzeige -
Alle Rechte bei Sylter Zeitung © 2022