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Rettungsschwimmer in Hörnum mit neuer Ausrüstung

Unverzichtbare Lebensretter

Foto: Nicole Lütke Torsten Roth, Marcus Graening und Christian Rahn sind Rettungsschwimmer am Strand von Hörnum.

Hörnum. Wenn sie ins Wasser springen, dann ist Schnelligkeit, überlegtes Handeln und Verantwortungsbewusstsein gefragt: Die Rettungsschwimmer in Hörnum sind, wie ihre Kollegen in anderen Inselorten, unverzichtbar. Denn bei ihren Einsätzen geht es manchmal auch um Leben und Tod. Die Kollegen aus „Down under“, Australien, haben sogar ihre eigene Doku-Show: „Bondi Beach“ zeigt den Alltag der Rettungsschwimmer in Sydney hautnah. Das Rettungsteam aus Hörnum kommt den Vorzeige-Lifeguards immerhin in puncto Ausrüstung ganz nah.
Seit dieser Saison sind sie mit Rettungsboards ausgerüstet, wie sie ihre Kollegen in Australien nutzen. Dazu tritt die Truppe in einheitlichen Outfits auf und man erkennt gleich – hier ist ein Team unterwegs.

Peter Ulf Geisler, Leiter des Tourismus-Service in Hörnum, betonte, wie wichtig der Einsatz der Retter ist. „Wir sind froh, dass wir eine schlagkräftige Truppe beisammen haben. Die Sicherheit an den Stränden ist uns enorm wichtig.“

Um diese noch zu erhöhen, wurde ein Quad angeschafft, mit dem die Retter schnell zum Einsatzort kommen können. „Hier gibt es große Strandabschnitte“, erklärt Teamleiter Marcus Graening. „Wenn man einen weiten Weg zum Einsatzort laufen muss, fehlt am Ende manchmal die Energie für eine Wasserrettung.“

Die Rettungsschwimmer können sich zusätzlich durch eine sogenannte „Restube“ absichern. Das ist ein Schwimmelement, das sich schnell entfalten lässt und für Auftrieb sorgt. So kann sich ein erschöpfter Rettungsschwimmer eine Zeit lang über Wasser halten.

Ohne Fitness geht in diesem Job gar nichts und wer einmal versucht hat, schnell im tiefen Sand zu laufen, der versteht das.

„Unser Team trainiert regelmäßig, vor allem auch Einsätze. So lernen die Anfänger die notwendige Routine.“ Zum Team gehören neben Graening noch Torsten Roth und Christian Rahn. „Die Mischung im Team stimmt einfach.“

Die Rettungsschwimmer müssen vor allem ran, weil sich Besucher überschätzen und beispielsweise überhitzt ins kalte Wasser gehen und ihr Herz stehen bleibt. Dann kommen die Defibrillatoren zum Einsatz, mit dem die Wachtürme ausgestatte sind.

Andere Urlauber schwimmen zu weit raus und unterschätzen die Unterströmungen. „Am besten ist es, wenn wir einen Einsatz verhindern können, bevor er überhaupt passiert“, erklärt der Teamleiter. Und so müssen sie den Strand genau im Auge behalten. Wie weit ist jemand hinausgeschwommen? Ist irgendetwas ungewöhnlich? Wo sind Kinder und wie nah sind sie am Wasser? „Wir tragen eine große Verantwortung auf den Schultern“, sagen die Drei.

Doch die tragen sie nicht allein. Kommt es zu einem Notfall, ist Dieter Mordhorst zur Stelle, Chef der Freiwilligen Feuerwehr. Dann rückt er mit einem Einsatzfahrzeug an und kümmert sich um den Patienten, bis Rettungshubschrauber oder Krankenwagen da sind.

Laut Statistik des DRLG ertranken in Schleswig-Holstein 2021 in der Nordsee vier Menschen. Ohne die Rettungsschwimmer – und das nicht nur auf Sylt – wären es wohl viel mehr.


Geschrieben von: Nicole Lütke / veröffentlicht am: 16.06.2022
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