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Heinz Maurus nahm am CDU-Bundesparteitag teil

Union braucht Geschlossenheit

Foto: Maurus Aus der Zeit vor Corona: das CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen (l.) und Heinz Maurus. Maurus hatte Röttgen im ersten Wahlgang seine Stimme gegeben.

Insel Sylt. Er war einer der 1.001 Delegierten beim CDU-Bundesparteitag am vergangenen Wochenende – und neben Ingbert Liebing der einzige Sylter. Wie hat der Tinnumer Heinz Maurus den ersten digitalen Parteitag seines Lebens erlebt? Und wen hat er in welchem Wahlgang gewählt? Unser Redaktionsmitglied Heiko Wiegand kam mit dem 68-jährigen Politiker ins Gespräch.

Herr Maurus, wie haben Sie diesen ersten digitalen Bundesparteitag der CDU am vergangenen Wochenende erlebt?
Als erste Partei Deutschlands hat die CDU einen vollständig digitalen Parteitag abgehalten. Das war schon ungewohnt. Ich hatte bei den vergangenen Parteitagen immer viel Kontakt mit anderen Parteifreunden, habe alte Verbindungen wieder aufgefrischt und Meinungen ausgetauscht. Das hat natürlich jetzt alles gefehlt.

Konnten Sie dennoch mit anderen Delegierten in Kontakt treten?
Unsere Bundesgeschäftsstelle hat diesen Parteitag ganz hervorragend vorbereitet. Es gab zum Beispiel ein digitales ,Café Konrad‘, eine Chatplattform, auf der man sich mit allen Delegierten austauschen konnte. Dieser Parteitag war schon spitzenmäßig organisiert!

Gab es denn für Sie Möglichkeiten, mit den drei Kandidaten Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen ins Gespräch zu kommen?
Im Vorwege gab es Möglichkeiten, die Kandidaten im Gespräch näher kennenzulernen. In persönlichen Vorstellungsrunden hatte jeder einzelne Kandidat die Möglichkei, sich online vorzustellen. Und wir Delegierten hatten die Chance, jedem der drei Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Anschließend gab es noch zwei Veranstaltungen, in denen alle drei Kandidaten nochmals die Gelegenheit hatten, sich Mitgliedern und Delegierten zu präsentieren. Auch hier gab es Nachfragemöglichkeiten. Von daher waren wir für die Wahl gut gerüstet. Das ist sicherlich alles nicht mit realen Treffen vergleichbar, aber vor dem Hintergrund der Umstände war es das Optimum, das möglich war.

Für wen haben Sie im ersten Wahlgang gestimmt?
Ich habe Norbert Röttgen meine Stimme gegeben.

Und im zweiten Wahlgang, als nur noch Armin Laschet und Friedrich Merz zur Wahl standen?
Da habe ich mich für Armin Laschet entschieden.

Warum?
Er hat zum einen eine hervorragende Rede gehalten und zum anderen bietet er die Gewähr, auch möglichst viele mit einzubinden und so den politischen und gesellschaftlichen Strömungen gerecht zu werden. Zudem ist er auch inhaltlich gut in der Mitte aufgestellt! In seiner Rede stand das Wort ,Vertrauen‘ im Mittelpunkt. Er hat auch mein Vertrauen!

Was sagen Sie zum Ausgang der Wahl für Friedrich Merz?
Am Ende kann es nur einen geben, der ganz oben steht. Armin Laschet hat nun die Aufgabe, Friedrich Merz und seine Unterstützer mit einzubinden. Unser Ziel muss jetzt sein, mit einer guten Mannschaft, mit einer geschlossenen Union zur Sacharbeit zurückzukehren. Ich bin froh, dass Norbert Röttgen durch seine Wahl ins Präsidium mit im Boot ist und freue mich, dass gestern Friedrich Merz, nach den zunächst aufgetretenen Irritationen, in einem Brief an alle Mitglieder deutlich gemacht hat, dass er sich ebenfalls mit einbringt. Wir brauchen die Kompetenz des gesamten Teams und der Partei!

Mit welchem Ziel?
Am Sonntag, 26. September, sind Bundestagswahlen, neben einigen weiteren Landtags- und Kommunalwahlen in diesem Jahr. Die Union braucht dafür Geschlossenheit, dann ist sie schlagkräftig und kann Wahlen gewinnen. Das muss das Ziel aller in der Union sein. Egal, ob sie Laschet oder Merz oder Röttgen gewählt haben. Das war die Vergangenheit. In Zukunft stehen wichtige Wahlen an. Um die zu gewinnen, brauchen wir eine geschlossene Union.


Veröffentlicht am: 20.01.2021
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