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18,5 Millionen Euro für Sanierung der Westerländer Polizeiwache

Umzug im Juni 2023 geplant

Foto: Heiko Wiegand Der Chef der Sylter Polizei, Dieter Johannsen, zeigte Finanzministerin Monika Heinold am Montag die Umbauarbeiten in der Westerländer Polizeiwache.

Westerland. Bereits seit Mitte 2019 ist die Sylter Polizei in einem kleinen Containerdorf unter dem Fernsehturm zu Hause – gut drei Jahre sind das inzwischen. Und noch rund neun Monate, bis Ende Juni 2023, werden sich die Beamten gedulden müssen, bis sie wieder in die runderneuerte Polizeiwache am Kirchenweg gegenüber dem Bahnhof zurückkehren können. Das Gebäude aus dem Jahr 1908, in dem früher das Amtsgericht Westerland beheimatet war, wird umfänglich modernisiert und energetisch saniert. Insgesamt 18,5 Millionen Euro investiert das Land in den Umbau. Die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hat sich am Montag auf der Baustelle über die Fortschritte informiert. „Die Arbeiten am Polizeirevier sind ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen. Die aktuellen Krisen machen noch einmal deutlich:

Wir müssen mit dem Energiesparen vorankommen. Sanieren ist klimaschonender als neu bauen und mit der Umstellung der Wärmeversorgung wird künftig deutlich weniger Energie verbraucht. Außerdem gibt es mehr Platz und das Gebäude wird barrierefrei. Die Polizei Westerland kann sich also auf ein top saniertes Gebäude nach modernsten Standards freuen“, erklärte Monika Heinold bei ihrem Besuch.

Die Grundinstandsetzung des 114 Jahre alten Gebäudes umfasst die energetische Sanierung, Erweiterungsmaßnahmen und den Neubau einer Garagenanlage sowie darüber hinaus den Umbau auf Barrierefreiheit. Um eine auf die Nutzung optimierte und energieschonende Wärmeversorgung zu erreichen, werden das historische Hauptgebäude und das Gebäude „Bäderdienst“ künftig getrennt über eine Wärmepumpe beheizt. Die frühere Gasheizung wird ersetzt, die Versorgung auf Erdwärme und Solarthermie umgestellt. Dadurch lassen sich je Kilowattstunde Wärmebedarf rund zwei Drittel der Emissionen aus dem Gebäudebetrieb einsparen.

Aufgrund des architektonischen Stellenwertes des Gebäudes berücksichtigt die Sanierungsplanung ganz besonders auch den Erhalt des ursprünglichen Erscheinungsbildes, ohne dabei die Erfüllung aktuell notwendiger baukonstruktiver und bauphysikalischer Anforderungen zu vernachlässigen.

Im Einzelnen werden die folgenden energetischen Maßnahmen umgesetzt: Ertüchtigung der Gebäudehüllen, unter anderem mit Innendämmung im denkmalgeschützten Bereich, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu ermöglichen (NT-ready). Direkte Emissionen werden dadurch vermieden, dass der alte Gaskessel außer Betrieb genommen werden kann. Der Bedarf an Heizwärme wird über Geothermie und Wärmepumpen gedeckt, außerdem werden thermische Solaranlagen für die Warmwasserbereitstellung gebaut. Für die unterstützende Stromversorgung werden Photovoltaik-Anlagen für die unterstützende Stromversorgung installiert.


Geschrieben von: Heiko Wiegand / veröffentlicht am: 21.09.2022
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