- Werbeanzeige -

Gastronom Jörg Müller übernimmt Keitumer Weinberg

„Sofort Feuer und Flamme“

Foto: Sylt Connected Mit dem Sylter Weinberg übergab Henning Lehmann (l.) auch eine symbolische Flasche Sölviin an Jörg Müller (m.) und Schwiegersohn Ben Müller-Birkholz.

Keitum. Florale Düfte, dazu grüner Apfel, Stachelbeere, Kiwi, gelbe Pflaume und Limette – was klingt wie ein sommerlicher Obstkorb, sind die Aromen, die den Weinkenner bei der Verkostung eines „Sölviin“ erwarten. Seit 2012 wird der Sylter Wein auf dem 0,7 Hektar großen, nördlichsten Weinberg Deutschlands produziert, der mit seinen 2.500 Solaris-Reben etwas versteckt westlich der Keitumer Kirche liegt. Dort wird sich in Zukunft noch einiges tun, denn seit Anfang des Jahres zeigen sich der Sylter Gastronom Jörg Müller und sein Schwiegersohn, Sommelier Ben Müller-Birkholz, als neue Eigentümer für den Weinberg verantwortlich.

„Ich habe am Anfang nur an die viele Arbeit gedacht, die damit verbunden ist“, erinnert sich Jörg Müller. „Aber Ben war sofort Feuer und Flamme.“ Gemeinsam mit einem befreundeten Winzer besichtigten sie das Weingut, das 2009 von dem Sylter Architekten Henning Lehmann, Olaf Klein und der Sommelière Birgitta Quendler angelegt wurde. Auch der Winzer ließ sich schnell von der Idee überzeugen und bot seine Hilfe bei der Bewirtschaftung und Pflege der Reben an. „Wir wollen die Tradition dieses Liebhaberprojektes unbedingt erhalten und gleichzeitig die Qualität des Endergebnisses noch weiter steigern“, verspricht Müller.

Schon die ersten Jahrgänge des Sölviin hatten – allen Unkenrufen zum Trotz – die Erwartungen übertroffen: „Unsere erste Ernte reichte für gerade einmal zwölf Liter Wein“, erinnert sich Lehmann. Von da an ging der Ertrag aber steil nach oben: Bis zu 1.560 Liter Wein und Oechsle-Werte von bis zu 97 Grad brachte der Weinberg hervor – das genügte für einen Wein mit stolzen 12,5 Volumenprozent Alkohol. „Sechs Prozent wurden uns im Gutachten prognostiziert.“ Was aus dem Weinberg noch werden kann, wenn die Reben von professionellen Winzern gepflegt werden, wird spätestens der Jahrgang 2022 zeigen.

Im Restaurant Jörg Müller muss man glücklicherweise nicht so lange warten, um Sylter Wein zu verkosten: In der zweiten Jahreshälfte soll dort bereits der 2021er Sölviin auf der Karte stehen.


Geschrieben von: Sylt Connected / veröffentlicht am: 22.02.2022
- Werbeanzeige -

Meistgeklickte Artikel

- Werbeanzeige -
Alle Rechte bei Sylter Zeitung © 2022