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Grundschulen der Gemeinde Sylt nutzen Mittel des Digitalpaktes

So geht die Zukunft im Unterricht

Foto: Peter Marnitz In einem Klassenraum der Grundschule St. Nicolai wird eine digitale Tafel getestet.

Gemeinde Sylt.(P.M.) Eine Tafel, Kreide, Hefte und Stifte – das reicht heute nicht mehr für den Schulunterricht. Die Digitalisierung in den Klassenzimmern ist nicht mehr aufzuhalten. Die Corona-Pandemie machte es deutlich, Computer, eine schnelles Datenanbindung, aktuelle Endgeräte und ein gut ausgebautes WLAN-Netz sind heute nötig, um auch unter schwierigen Bedingungen als Schule zu funktionieren.

Aber auch im ganz normalen Alltag einer Grundschule erleichtern moderne digitale Hilfsmittel Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften das Leben. Nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit müssen sich die Sylter Schulen in diesem Bereich nicht verstecken. Rund 175.000 Euro wurde seit dem letzten Jahr in die Digitalisierung der beiden Grundschulen in der Gemeinde Sylt investiert.

Viel Bürokratie
Wirkte auch die Corona-Pandemie mit ihren Anforderungen an den Unterricht beschleunigend bei dem Sprung in die technische Schul-Neuzeit, so nutzte die Sylter Schulverwaltung mit Frauke Wehrhahn und ihrem Team auch die Möglichkeiten, die der schon vorher vom Bund aufgelegte Digitalpakt bot und noch bietet. Zusammen mit den Corona-Sofortmaßnahmen wurden alle möglichen Wege beschritten, an Fördermittel für das Digitalisierungsvorhaben zu kommen.Die höchste Hürde bei vielen Förderpaketen von Bund und Land ist die Erfüllung der bürokratischen Voraussetzungen.
Dass zum Beispiel von dem mit rund sieben Milliarden Euro ausgestatteten Digitalisierungs-Pakt des Bundes bisher nur rund zwei Milliarden Euro abgerufen wurden, liegt unter anderem an der Komplexität des Antragsverfahrens – und daran, dass die Mittel erst fließen, wenn die Endabrechnung der jeweiligen Maßnahme vorliegt.

Neuer Mitarbeiter gefunden
Wie kompliziert zum Beispiel die Ausstattung der Schulen mit Tablet-Computern sein kann, davon weiß Frauke Wehrhahn zu berichten: „Die Anträge für die 27 iPads, die aus dem Sofortprogramm des Landes finanziert werden, wurden im August 2020 eingereicht. Geliefert werden konnten die Geräte dann schließlich im Januar 2021.“ Dass die Tablets vor Ort auch mit der entsprechenden Software ausgerüstet werden konnten, liegt daran, dass die Gemeinde Sylt mit dem IT-Experten Thorben Röber einen Mitarbeiter gewonnen hat, der sich speziell um die Digitalisierung in Sylter Schulen kümmert. Inzwischen hat er 139 Schüler-iPads (99 Grundschule St. Nicolai mit dem Standort Am Nordkamp und insgesamt 40 iPads für die Boy-Lornsen Grundschule) aufwändig eingerichtet. Hinzu kommen noch die iPads der Lehrkräfte und die entsprechenden Notebooks.

Datenkabel gelegt
Komplett abgeschlossen sind diejenigen Arbeiten in der Grundschule St. Nicolai und der Boy-Lornsen-Schule, die den Betrieb von digitalen Endgeräten erst möglich machen. Mit hohem Aufwand mussten in beiden Schulen Datenkabel gelegt und Sendeeinrichtungen für ein flächendeckendes WLAN-Netz installiert werden. Das geschah in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulen. Insgesamt wurden mit Mitteln aus dem Digitalpakt 129.200 Euro in die Grundschule St. Nicolai und 45.000 Euro in die Boy-Lornsen-Schule investiert. Der Aufwand im alten Gebäude der Westerländer Schule war wesentlich höher als in dem neueren Tinnumer Schulgebäude.

Doch es geht immer weiter mit der Digitalisierung. In der Grundschule St. Nicolai wird aktuell eine digitale Tafel getestet, die es zum Beispiel ermöglicht, unkompliziert Filme und Bilder im Unterricht einzusetzen. Gleichzeitig funktioniert das Whiteboard wie ein Tablet mit einer berührungssensiblen Fläche. Der alte Tafelschwamm gehört dann der Vergangenheit an, der Tafelanschrieb wird einfach mit einer Handbewegung weggewischt.


/ veröffentlicht am: 11.11.2021
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