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Richtfest Firma Peter Bonnichsen GmbH & Co. KG

Reet wo Reet nicht geht

Foto: Sylt Connected Achim Bonnichsen begrüßte zahlreiche Handwerker, Freunde und Geschäftspartner zum Richtfest.

Mit welchen Schwierigkeiten Achim Bonnichsen bei der Planung seines neuen Firmensitzes konfrontiert war, kann wohl nur ein erfahrener Kartograf verstehen: Auf der flachen Front eines Geschäftsgebäudes ein ganzes Friesenhaus abzubilden, mag wohl kaum einfacher gewesen sein, als einen Globus in eine flache Karte zu verwandeln. „Ich hoffe, ich verdiene damit nicht die goldene Himbeere für die platteste Filmkulisse“, scherzte der Fliesenleger beim Richtfest am Montag, 27. September.

Ganz im Gegenteil: Von den zahlreich erschienenen Handwerkern, Freunden und Geschäftspartnern gab es an diesem Tag nur Lob für das mutige und außergewöhnliche Design seines neuen Firmensitzes in der Morsumer Ladestraße. Seit rund 30 Jahren seien sein Vater und er bereits auf der Suche nach einem dauerhaften Zuhause für die „Peter Bonnichsen GmbH & Co. KG“, erzählt der Fliesen-, Platten- und Mosaiklegemeister.

Nun hat die Suche ein Ende: In der Morsumer Ladestraße mit Blick auf den Bahnhof, findet das Fliesenlegerunternehmen nun sein neues Domizil. „So sind meine beiden Leidenschaften vereint“, scherzt Bonnichsen, der sich als Vorsitzender der Sylter Pendlerinitiative schon öfter mit der Bahn beschäftigen musste, als ihm lieb ist. „Ich habe mein Büro sicherheitshalber auf die bahnhofsabgewandte Seite gelegt.“

Er ist es eben gewohnt, sich auch mal gegen Widerstände durchzusetzen, wenn ihm etwas wichtig ist. Bei der Planung seines neuen Unternehmenssitzes war das nicht anders: Ein typisches Uthlandfriesisches Haus mit Klinkerwänden, Giebel und Reetdach auf eine flache Hausfront heruntergebrochen?

Als der Bauherr die Idee erstmals äußerte, schlugen nicht nur die Statiker und Architekten die Hände über dem Kopf zusammen: Wie soll das möglich sein, allein brandschutztechnisch?
Die Lösung lief Bonnichsen auf einer Messe über den Weg: Novareet sieht aus wie Reet, zählt aber bautechnisch zu den Hartbedachungen. Das Kunstreet brennt nicht, ist UV-beständig, mindestens 40 Jahre haltbar und anschließend recyclebar. „Optik, Brandschutz, Langlebigkeit – Ich war sofort davon begeistert“, erinnert sich der Fliesenleger. Und so holte er Novareet kurzerhand auf die Insel und realisierte damit sein Bauprojekt – das erste mit Kunstreet auf ganz Sylt.

„Uns ist ganz wichtig zu erwähnen, dass wir herkömmliches Reet nicht ersetzen möchten“, betonte Marten Adams vom Bedachungshandel Rolf Dammers oHG. „Wir möchten damit lediglich dort eine Alternative bieten, wo Reet gewünscht, aber aus brandschutztechnischen oder anderen Gründen nicht einsetzbar ist. Wo herkömmliches Reet als Bedachung genutzt werden kann und darf, sollte es auch weiterhin eingesetzt werden.“ Immerhin koste das Kunstreet auch rund doppelt so viel wie die natürliche Variante.

„Und ist beim Eindecken zeitaufwändiger“, ergänzt Dachdecker Kai Petersen von der K&S Petersen GmbH & Co. KG aus Burg. Er hat das senkrechte Reetdach für Achim Bonnichsen realisiert und auch auf dem Festland schon zahlreiche Gebäude mit Kunstreet eingedeckt. Eigens für die neue Bedachungsform hat er einen Zertifizierungslehrgang in Holland absolviert und empfiehlt Novareet als Alternative, wo immer herkömmliches Reet nicht möglich ist.

Wer mehr über Novareet erfahren möchte, wird sich von Achim Bonnichsen beraten lassen und das Kunstreet in Augenschein nehmen können, sobald der neue Firmensitz bezogen ist. Voraussichtlich um die Weihnachtszeit soll es so weit sein.


Veröffentlicht am: 07.10.2021
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