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Nach Corona-Fällen schließt die Gemeinde Sylt Schulstandort vorläufig bis Himmelfahrt

Grundschule St. Nicolai geht auf Distanz

Foto: Archiv Am Schulstandort St.-Nicolai-Straße wird es bis Himmelfahrt still bleiben.

Westerland. Nach zwei Corona-Fällen in der vergangenen Woche musste die St.-Nicolai-Grundschule für einen Teil der Schülerschaft wieder zum sogenannten Distanzunterricht wechseln. Am Freitag letzter Woche wurde im Rahmen der routinemäßigen Antigen-Schnelltests bei zwei Schülern eine Corona-Infektion festgestellt. Am Dienstag wurden dann in einer weiteren Lerngruppe Infektionen festgestellt, die später durch PCR-Tests bestätigt wurden. Bei weiteren freiwilligen Reihentests kam es bei mehreren Schülerinnen und Schülern zu positiven Testergebnissen. Das bedeutete sofort für zwei Kohorten, also rund 90 Schüler, Quarantäne und damit den Abschied vom Unterricht im Klassenraum. Wie die Gemeinde als Schulträger inzwischen mitteilte, bleibt der gesamte Schulstandort an der St.-Nicolai-Straße bis Himmelfahrt geschlossen.

„Beim Umschalten auf Distanzunterricht haben wir im letzten Jahr inzwischen ja schon eine gewisse Routine entwickelt“, schilderte Schulleiter Horst-Peter Feld die Situation. Der Pädagoge ist sich sicher, dass die Präventionsmaßnahmen rund um das Unterrichtsgeschehen strikt eingehalten wurden. So sei die Infektion mutmaßlich von außen hereingetragen worden.
Für Horst-Peter Feldt steht jetzt im Vordergrund, die betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht allein zu lassen: „Spekulationen, wie das Virus tatsächlich die Grenzen der Kohorten übersprungen hat, bringen uns nicht weiter. Wir müssen jetzt die Kinder und ihre Eltern stärken, die nicht nur wieder den Distanzunterricht meistern sollen, sondern auch mit der Quarantäne fertig werden müssen. Da kommt auf unser Kollegium und die Schul-Sozialarbeiterin noch viel Arbeit zu.“

Feld lobt ausdrücklich sein Kollegium, wie es auf die Situation reagiert hat: „Die Kolleginnen und Kollegen haben ganz schnell nicht nur den Unterricht umgestellt, sondern auch sofort persönlichen Kontakt mit den Familien aufgenommen. Das ist ein Einsatz mit viel Herz.“ Auch wenn man bei dem Infektionsgeschehen als Lehrer schon ein mulmiges Gefühl habe, stehe die Sorge um das Wohl der Kinder doch im Vordergund.


Veröffentlicht am: 06.05.2021
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