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Testintervalle für Beschäftigte in der Gastronomie auf zwei Tage verkürzen?

Für einen sicheren Tourismus

Foto: Shutterstock // David Tadevosian Künftig alle zwei Tage soll sich das Personal der hiesigen Gastronomie testen lassen. Das regt der Kreis Nordfriesland an.

Insel Sylt/Kreis Nordfriesland.(red) Der Kreis Nordfriesland regt an, den Testintervall für Gastronomiepersonal künftig auf 48 Stunden zu verkürzen. Die gültige Landesverordnung sieht derzeit eine Testung alle 72 Stunden vor. Anlass für die Überlegung der Kreisverwaltung ist ein kürzlich in zwei Sylter Gastronomiebetrieben durch Beschäftigte hervorgerufenes, größeres Infektionsgeschehen mit mehr als 1.000 in Quarantäne versetzten Menschen.
„Grundsätzlich begrüßen wir die Öffnungsschritte des Landes, auch bezüglich des Tourismus, sehr. Das dürfte durch unsere Teilnahme am Modellprojekt deutlich geworden sein. Doch sicherer Tourismus, sowohl für die Einheimischen als auch für die Gäste, kann nur unter eng abgesteckten Sicherheitsmaßnahmen funktionieren“, betonte Landrat Florian Lorenzen und führte weiter aus: „Im jüngsten Fall auf Sylt sind coronapositive Gastronomiebeschäftigte über mehrere Tage unerkannt im Einsatz gewesen, so dass schließlich rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger als enge Kontaktpersonen identifiziert wurden und in Quarantäne versetzt werden mussten.“ Verschiedene Kommunalpolitiker teilen derweil diese Auffassung. Bürgermeister Nikolas Häckel ergänzte: „Vermutlich ließe sich künftig die Zahl an Quarantänefällen bei solchen Infektionsgeschehen in der Gastronomie deutlich reduzieren, wenn es kürzere Testintervalle und damit eine engmaschigere Testung des Personals in diesem Bereich geben würde.“
Die Stellungnahme des Kreises gegenüber dem Landkreistag u.a. mit der Anregung zur Verkürzung von Testintervallen in der Gastronomie wurde erneut abgegeben. Der Kreis hofft, dass dieser wichtige Hinweis nun in die neue Landesverordnung übernommen wird.


Veröffentlicht am: 16.06.2021
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