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Erfolgreiche Mantrailing-Prüfung

Einen Kilometer Weg erschnüffeln

Foto: Sylt Connected Die Diensthundeführer und Prüfer (hinten, v.l.): Dennis Bresa von der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung, Sylter Mantrailer-Trainerin Simone Bahnsen und Peter-Jörg Zimmer, Prüfer, verantwortlicher Fachlehrer und Diensthundeführer von der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung Schleswig-Holstein. Vorne die Prüflinge (v.l.): Selina Vandrey mit Barnie, Sarah Tucholski mit Ringo und Jessica Raschke mit Charlie. Nicht auf dem Foto: Mona Sage mit Fiete und der erfolgreich geprüfte Mantrailer des Deutschen Roten Kreuzes, Socket.

Insel Sylt. Die Insel hat seit Anfang Mai vier neue, zertifizierte Mantrailing-Hunde: Insgesamt vier Spürnasen aus dem Sylter Mantrailer-Team von Simone Bahnsen und weitere sechs Mantrailer des Vereins „Mantrailer-Sylt Rettungshunde“ und des Deutschen Roten Kreuzes wurden kürzlich durch die Diensthunde-Fachlehrer Peter-Jörg Zimmer und Dennis Bresa von der Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein auf ihre Eignung geprüft.

Während andere Suchhunde auf allgemeine menschliche Gerüche reagieren, um beispielsweise verschüttete Personen zu bergen, können Mantrailer verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden und so auch einzelne Personen anhand ihres individuellen Geruchs suchen und finden. Und das, im Unterschied zu Fährtenhunden, auch über asphaltierte Flächen und in Gebäuden auf bebauten Flächen.

„Zurzeit verfügt die Landespolizei Schleswig-Holstein lediglich über zwei Mantrailer, die für das ganze Land Schleswig-Holstein zuständig sind“, berichtet der verantwortliche Ausbildungsleiter für den Bereich Mantrailer, Peter-Jörg Zimmer, von der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung. Fünf weitere Mantrailer befinden sich in der Ausbildung, von denen zwei im Sommer ihre Prüfung ablegen werden. „Dennoch sind wir mehr als in anderen Bereichen auf die ehrenamtliche Hilfe angewiesen.“

Umso wichtiger ist die vorherige Sichtung der angehenden Mantrailer, die später die Arbeit der Polizei im Bereich der Gefahrenabwehr rund um die Uhr unterstützen, erklärt Zimmer: „Wenn uns ein Suchhund eine Richtung vorgibt, dann richten wir die gesamte Suche danach aus – bis hin zum Helikopter.“ Man stelle sich nur vor, dass ein nicht ordnungsgemäß geschulter Hund eine falsche Richtung vorgibt, während die gesuchte Person vielleicht ganz in der Nähe liegt und dringend Hilfe braucht.

Geprüft werden die Hunde, indem eine dem Hundeführer unbekannte Person einen vorher abgesprochenen, etwa einen Kilometer langen Weg durch ein Wohngebiet läuft und die beiden Prüfer anschließend die Fährtensuche überwachen. „Dabei zeigt sich, dass die Personensuche im Ernstfall immer schwieriger für die Hunde ist als beim Training.“ Entsprechend hoch ist oft die Durchfallquote.

Nicht so beim Sylter Mantrailer-Team: Von den insgesamt vier Prüflingen Barnie, Ringo, Charlie und Fiete bestanden drei die Prüfung anstandslos. Ausgesprochenes Pech hatte der zu prüfende Mantrailer Charlie an diesem Tag: Er war vor seiner Prüfung versehentlich in einen Elektrozaun gelaufen und konnte sich danach nicht mehr auf die Suche konzentrieren. Für ihn heißt es: Mehr Glück beim nächsten Mal. Für alle anderen: Auf in den Einsatz, wenn wieder eine Person vermisst wird. Am Tag darauf wurde auch beim Deutschen Roten Kreuz ein weiterer Mantrailer erfolgreich geprüft.

Wer mehr über das Sylter Mantrailing-Team und Trainerin Simone Bahnsen erfahren oder selbst einmal am Training teilnehmen will, findet alle Informationen online unter www.sylter-mantrailing.de.


Geschrieben von: Sylt Connected / veröffentlicht am: 24.05.2022
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