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Corona-Impfstraße im Syltness Center eröffnet

Ein Lächeln nach dem Pieks

Foto: Peter Marnitz Hans Hinz ließ sich gern von Maren Schulz mit dem Moderna-Impfstoff impfen.

Von Peter Marnitz

Insel Sylt. Der kurze Pieks in den Arm lässt Hans Hinz noch nicht einmal zucken. Im Gegenteil, die Augen des 81-jährigen Westerländers lassen ein Lächeln erahnen. Der sportlich wirkende Senior gehörte zu den ersten Sylterinnen und Syltern, die am Donnerstag die Impfstraße im Syltness Center durchliefen, um an der vorletzten Station dann endlich die heiß erwartete Spritze zu bekommen.

Sehr vorsichtig und geradezu zart setzte Maren Schulz die Nadel und drückte behutsam den Impfstoff aus der Kanüle in den Oberarm. Acht Werktage lang wird das Sylter Impfzentrum im Westerländer Syltness Center noch von jeweils 8 bis 20 Uhr arbeiten. Bis einschließlich Donnerstag, 18. März, werden dann rund 1.800 Dosen des mRNA-Impfstoffs von Moderna an den Mann und an die Frau gebracht worden sein.

„Impfteam Sylt“ prangt in großen Buchstaben auf den Polo-Shirts, die zur Mannschafts-Kluft der Impfteams gehören. Am Eröffnungstag gehört auch Bürgermeister Häckel zum Team und erklärt den Medienvertretern Sinn, Zweck und Arbeitsweise der temporären Impfstraße: „Das ist ein Service der Gemeinde für die älteren Mitbürger. Damit soll ihnen der beschwerliche Weg zu den Impfzentren in Niebüll oder Husum erspart bleiben. Wir bieten hier kurze Wege an und sind dank des Aufzugs auch barrierefrei.“

Die Impfstraße im Syltness Center ist, so Bürgermeister Nikolas Häckel, eine „Gemeinschaftsleistung“. Es arbeiten freiwillige Helfer an der Seite von niedergelassenen Ärzten, die von Teams des DRK Sylt unterstützt werden. Jeweils 15 Personen halten den Betrieb an der Impfstraße, die sich mit verschiedenen Stationen vom Erdgeschoss bis ins erste Stockwerk zieht, in Schwung. Im Eingangsbereich werden die Daten aufgenommen und die zu impfenden Personen registriert. Ein berührungsloses Fieberthermometer stellt sicher, dass keine akute Krankheit vorliegt, die gegen eine Impfung spräche.

Weiter geht es dann über Stationen, bei denen zum Beispiel die nötige Aufklärung über die Impfung und mögliche Nebenwirkungen erfolgt. Geduldig werden Fragen beantwortet und Daten aufgenommen, bis es dann heißt: „Der oder die Nächste kann geimpft werden!“

Nach der Spritze geht es dann in einen Ruheraum, wo man sich von den ungewohnten Eindrücken erholen kann.

„Der Betrieb läuft in zwei Schichten, es sind also täglich 30 Menschen hier im Einsatz. Die Kosten werden weitgehend vom Kreis getragen, bei der Gemeinde bleibt nur ein geringer Anteil“, erklärt der Bürgermeister und bedankt sich beim ISTS, der für die Nutzung des Syltness Centers keine Mietkosten berechnet.

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