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Strandübergang „Tadjem Deel“ wurde erneuert

Dünenschutz ist Küstenschutz

Foto: Sabine Rasmußen

Rantum. Über 40 Kilometer sandiges Glück: Die Westküste der Insel mit ihren wunderschönen Stränden ist ein wahres Paradies. Manchem Erstbesucher verschlägt es die Sprache ob solch friedlicher Schönheit – egal, ob man nun lieber in Dünennähe im Strandkorb den Tag verbringt oder stundenlang am Flutsaum spazieren geht.

Vor allem die Dünenlandschaft ist ein Naturphänomen, das seinesgleichen sucht. Rund 3.000 Jahre ist diese alt, dabei war und ist sie stets den Gewalten Wind und Wasser unterworfen. Die Lister Wanderdüne beispielsweise bewegt sich durch den Wind tatsächlich über die Insel. Würden die Dünen verschwinden, wäre Sylt dem Meer vollkommen schutzlos ausgeliefert. Deshalb gilt der Grundsatz: „Dünenschutz ist Inselschutz“, denn ohne die vom Strandhafer geschützten Sandberge würden Sturmfluten die Insel nach und nach „auffressen.“

Zu den Schutzmaßnahmen gehören auch die 84 Strandübergänge, die die Besucher auf den richtigen Bahnen durch die Dünen von der Insel an den Strand und wieder zurück lenken sollen.

Der Strandübergang „Tadjem Deel“ in Rantum gehört zu den Übergängen, die in diesem Jahr erneuert wurden. „Der alte Steg war nicht mehr verkehrsfähig, sodass er erneuert werden musste“, erklärte Peer Knuth vom Landschaftszweckverband Sylt. Dieser ist für die Baumaßnahme zuständig. Auch wenn wegen Materialmangels noch ein Stück fehlt, ist der 90 Meter lange und 1,50 Meter breite Steg wieder begehbar. „Der Holzbohlensteg wird aus naturbelassenem Lärchenholz gefertigt“, erläuterte Knuth. Zum Strandübergang gehört auch noch eine Holztreppe mit 50 Stufen, die hinunter zum Strand führt.
Die Maßnahme kostet insgesamt rund 60.000 Euro. Die Summe wird zur Hälfte vom Land Schleswig-Holstein getragen, da es sich um eine Schutz- und Entwicklungsmaßnahme in Naturschutzgebieten handelt.

Jedes Jahr führt der Landschaftszweckverband acht bis zehn sogenannte „besucherlenkende Maßnahmen“ durch. Dazu gehören auch die Strandübergänge. Die Holzbohlenstege halten rund zehn bis zwölf Jahre und müssen dann erneuert werden.
In diesem Jahr wurden an zehn verschiedenen Strandabschnitten Baumaßnahmen durchgeführt, zum Beispiel in Kampen am Übergang 27/28. Dort wurde eine Holztreppe für 21.000 Euro gebaut. Am Ellenbogen in List erneuerte der LZV Zäune für 11.000 Euro. Ein Lehmkiesweg wurde an der Odde in Hörnum gebaut. Diese Kosten belaufen sich auf 33.000 Euro.


Geschrieben von: Nicole Lütke / veröffentlicht am: 07.07.2022
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