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SPD-Kandidat Hendrik Schwind-Hansen setzt auf kostenlose Bildung

Die ländlichen Räume fördern

Foto: Peter Marnitz Hendrik Schwind-Hansen vor dem Westerländer Rathaus. Der 29-Jährige kommt aus Niebüll und kämpft um das Direktmandat für die SPD im Wahlkreis 1.

Insel Sylt. Für viele Politiker bedeutet Wahlkampf Stress pur. Für Hendrik Schwind-Hansen, der für die SPD im Wahlkreis Nördliches Nordfriesland ins Rennen um einen Platz im Kieler Landtag geht, scheint das nicht zu gelten. Wenn er, wie am Ostersamstag, auf dem Westerländer Markt beim Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern buchstäblich um jede Stimme kämpft, macht er einen äußerst entspannten Eindruck. „Ja, ich finde es einfach schön, die Menschen von einer guten Politik zu überzeugen. Es ist zwar manchmal anstrengend, von Termin zu Termin zu eilen, aber es macht mir einfach Spaß.“ Den lässt sich der 29-jährige Niebüller auch nicht dadurch verderben, dass er auf der Landesliste einen wahrscheinlich nicht so chancenreichen Platz hat. Das scheint Hendrik Schwind-Hansen eher noch mehr anzuspornen, in seinem eher CDU-geprägten Wahlkreis um das Direktmandat zu kämpfen.

Für den jungen SPD-Politiker, der auch in der Niebüller Gemeindevertretung unter anderem im Schulausschuss aktiv ist, gibt es drei Kerngebiete seiner politischen Arbeit. Das sind Bildung, die Förderung ländlicher Räume sowie Klima- und Umweltschutz. „Und genau diese Themen sind auch hier auf der Insel äußerst wichtig“, betont Schwind-Hansen: „Beim Thema Bildung stehe ich zum erklärten SPD-Grundsatz kostenfreier Bildung von der Kita bis zum Uni-Abschluss. Deshalb begrüße ich auch den aktuellen Vorstoß der Sylter SPD, die Gebühren für die Offene Ganztagsschule für Eltern zu streichen.“

Klar ist für ihn auch, dass nicht nur ein optimales Bildungsangebot geschaffen werden muss. Es muss für Schüler auch kostenfrei erreichbar sein: „Komme ich in den Landtag, werde ich zum Beispiel dafür kämpfen, dass alle Schülerbeförderungskosten abgeschafft werden.“

Auch wenn Sylt in Westerland eher städtisch wirkt, plagen die Insel doch auch die Probleme ländlicher Räume. Da sei zum Beispiel der öffentliche Nahverkehr. „Busse und Bahnen müssen zuverlässig und oft genug verkehren. Zu einem attraktiven Angebot gehören moderne Verkehrsmittel. Da muss noch viel mehr investiert werden. Wer, wie ich, mit dem Zug auf die Insel kommt, weiß, wovon ich spreche. Woran es mangelt, das erleben die Pendler täglich.“ Schließlich sei ein attraktiver ÖPNV auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Als hauptamtlicher Projektplaner des Vereins „Küste gegen Plastik“ muss der SPD-Politiker nicht erst wie manche ältere politische Mitbewerber das ABC des Umwelt- und Klimaschutzes lernen: „Wir müssen den Klimawandel ernst nehmen und bei diesem Thema keine parteitaktischen Spielchen veranstalten. An dem Ausbau der regenerativen Energie geht kein Weg vorbei. Auch auf der Insel müssen wir entsprechende Wege finden. Ein großer Faktor, das darf man nicht vergessen, ist das Einsparen von Energie! Hier an der Küste bekommen wir die Folgen des Klimawandels direkt und als erste zu spüren.“

Ruhig und besonnen, eben friesisch, argumentiert Schwind-Hansen, wenn er auf dem Markt Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen will.
Man merkt ihm an, dass er bei aller Zurückhaltung gern mit Menschen redet – am liebsten ganz entspannt. Das konnte man auch erleben, als er am Ostersamstag zwei prominente Wahlhelferinnen an seiner Seite hatte. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas verteilten fleißig die Flyer von Hendrik Schwind-Hansen.


Geschrieben von: Peter Marnitz / veröffentlicht am: 26.04.2022
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