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Dr. Andreas Tietze will für die Grünen in den Landtag

Die Erststimme entscheidet

Foto: Andreas Tietze Andreas Tietze will für die Grünen den Wahlkreis 1 Nordfriesland-Nord direkt gewinnen. Eine Absicherung über die Landesliste gibt es nicht – „deshalb gehe ich mit meiner Kanidatur für die Erststimme aufs Ganze."

Insel Sylt.(hwi) Er sieht sich politisch in einer Linie mit Robert Habeck, dem heutigen Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler. Andreas Tietze und Robert Habeck sind bei den schleswig-holsteinischen Grünen politisch erwachsen geworden, sie kennen sich gut – „und mir geht es wie ihm darum, Politik zu erklären, das, was man tut, zu erläutern“. Bei den Landtagswahlen, die am kommenden Sonntag, 8. Mai, stattfinden, kandidiert der 60-jährige Sozialpädagoge und Theologe als Erststimmenkandidat für die Grünen im Wahlkreis 1 Nordfriesland-Nord, zu dem bekanntlich auch die Insel Sylt gehört. „Eine Absicherung über die Landesliste gibt es nicht, ich gehe mit meiner Kandidatur um die Erststimmenmehrheit aufs Ganze.“ Das Wahlrecht in Schleswig-Holstein sei im Grunde ein Personenwahlrecht, wenn es um die Erststimme gehe, so Tietze, „ich kämpfe um dieses Direktmandat und ich traue mir zu, diesen Wahlkreis direkt zu gewinnen.“ 13 Jahre sitzt Andreas Tietze für die Grünen im Landtag, aktuell als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. „Der Wahlkreis 1 Nordfriesland-Nord wurde zwar 2017 von der CDU mit der Erst- und Zweitstimmenmehrheit gewonnen, aber nachdem der damalige CDU-Kandidat Ingbert Liebing schon nach kurzer Zeit aus dem Landtag ausschied, weil er Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund wurde, war der Wahlkreis 1 fünf Jahre politisch verwaist“, sagte Andreas Tietze im Gespräch mit unserer Zeitung.
Gegen dieses „politische Vakuum“ will Tietze, der verheiratete Vater zweier Kinder und zweier Enkel, jetzt seine Kandidatur setzen. „Und dieses politische Vakuum hat man in diesem Wahlkreis in den letzten Jahren gerade während der Corona-Krise deutlich gespürt. „Da habe ich viele Aufgaben eines direkt gewählten Kandidaten übernommen“, so Tietze. Und warum sollte der frühere Präses der Nordkirche ausgerechnet mit Sylter Erststimmen wieder in den Landtag gewählt werden? „Ich bin auf Sylt mit vielen Menschen gut vernetzt, kontinuierlich im Gespräch sowohl mit den Sylter Unternehmern, wie auch mit der Bürgerinitiative „Merret reichts“‘. Und weiter: „Die Insel steht künftig vor vielfältigen Herausforderungen und ich möchte gerne auf Augenhöhe für die Sylter da sein“, so Tietze weiter. Wichtig sei, die drei politischen Themenfelder Ökologie, Ökonomie und Soziales miteinander zu vereinen – eben auch auf Sylt. Das ist das Ziel von Andreas Tietze. So will er zum Beispiel verhindern, dass immer mehr Menschen von Sylt abwandern: „Ich möchte nicht, dass die Insel entseelt wird“.
Wie er das schaffen will? „Ich möchte das mit den Syltern gemeinsam erarbeiten, ich möchte mit ihnen Konzepte entwickeln. Denn es kann nicht sein, dass Wohnen auf der Insel für die normalen Sylter fast nicht mehr möglich ist. Da ist in der öffentlichen Daseinsvorsorge ganz eindeutig etwas schief gelaufen.“
Und was kann man konkret tun? „Das Gut-Wohnen muss zurück in die öffentliche Hand, darüber muss es einen gesellschaftlichen Konsens geben. Mein Angebot ist, dass ich meine Fähigkeit einsetze, Gruppen zu moderieren, Prozesse zu begleiten und zu lenken.“ Die Kommunen hätten durchaus Möglichkeiten. Man könne Vorkaufsrechte schaffen für Gemeinden und über einen landesweiten Bond-Fonds finanzieren und so die Rolle der öffentlichen Hand vor die Interessen Einzelner stellen. Und dann kommt Andreas Tietze noch einmal zurück auf Robert Habeck. „Diese Fähigkeit, Politik zu erläutern, das haben Robert Habeck und ich gemeinsam – und gerade, wenn es um das Thema Wohnen geht, geht es um Langfristigkeit in der Planung.“ Andreas Tietze wirbt um die Erststimmen der Sylter. „Ich möchte in den nächsten Jahren mit meiner ganzen Kraft der Abgeordnete vor Ort sein, den man kennt, jederzeit ansprechen kann und der sich für die Insel stark macht. Eben einer für uns in Kiel!“


Geschrieben von: Heiko Wiegand / veröffentlicht am: 03.05.2022
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