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Ernste Töne und viel Lob bei Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Westerland

Dank für großen Einsatzwillen

Foto: Sylt Connected V.l.: Philipp Petersen, Marlies Grumpelt und Selina Schmitz nahmen aus den Händen von Wehrführer Christian Fröhlich und seinem Stellvertreter Stefan Hogrebe die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann bzw. zur Oberfeuerwehrfrau entgegen.

Westerland. Einer für alle, alle für einen – vor dem Hintergrund des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine stand dieser Leitsatz auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Westerland noch stärker als üblich im Vordergrund. Der stellvertretende Bürgermeister Carsten Kerkamm fasste es in seinem Grußwort an die versammelten Kameraden treffend zusammen: „Würden alle nach eurem Leitspruch handeln, sähe die Welt anders aus.“

Auch Bürgervorsteher Frank Zahel wünschte sich mehr davon – für ihn, selbst Gruppenführer in der Rantumer Feuerwehr, braucht es insbesondere mehr Menschen im Ehrenamt: „Die Anzahl Eurer Einsätze deutet auf ein hartes Stück Arbeit. Kaum jemandem ist wirklich bewusst, wie viel von den Wehren geleistet wird“, attestierte er seinen Westerländer Kameraden.

Wieviel Arbeit tatsächlich hinter ihnen lag, zählte anschließend Wehrführer Christian Fröhlich auf: Zu insgesamt 248 Einsätzen waren sie im vergangenen Jahr ausgerückt. 110 davon waren Brandeinsätze, 138 Hilfeleistungen, gut 6.000 Arbeitsstunden wurden dabei insgesamt geleistet. „Ich danke Euch allen für Euren Einsatzwillen und die Bereitschaft, an Übungen und Weiterbildungen teilzunehmen. Denn nur durch Übung bleiben wir fit für die Praxis“, betonte Fröhlich. 2.600 Stunden hatten die Kameraden dafür zusätzlich aufgewendet.

Wenn auch die Corona-Pandemie die gesellige Seite der Feuerwehren auf ein Minimum reduzierte, so konnten zumindest das Sommerfest, die Adventsfeier mit der Reserve und der Ehrenabteilung sowie die Kinderweihnachtsfeier veranstaltet werden. Die Kameradschaftspflege sichert der Westerländer Wehr derzeit insgesamt 109 Mitglieder: 77 Aktive, davon zwölf Frauen, 16 Ehrenmitglieder und 16 Nachwuchskameraden in der Jugendabteilung.

Aus letzterer berichtete Jugendgruppenleiterin Nieke Kruse von vielen Übungen, Geräte- und Leiterkunde sowie der jährlichen Müllsammelaktion am Strand, an der die Nachwuchsretter teilnahmen. Bei einem Altersdurchschnitt der Aktiven von rund 38,5 Jahren sei die Feuerwehr Westerland insgesamt gut aufgestellt und konnte sich in 2021 über fünf Neuzugänge freuen, so Fröhlich abschließend.
Im weiteren Verlauf des Abends wurde Finn Hörcher von den rund 50 Stimmberechtigten einstimmig als neuer Kamerad in ihren Reihen aufgenommen. Marko Rechlin wurde in seinem Amt als Zugführer bestätigt, ebenso Silja Fröhlich als Kassenführerin. Den Posten des Gruppenführers der Löschgruppe Eins übernahm Andreas Mayer, für seinen Stellvertreter konnte leider keine Neubesetzung gefunden werden. Vakant blieben auch die Positionen der beiden ehrenamtlichen Gerätewarte. Wehrführer Christian Fröhlich hatte so etwas befürchtet: „Es ist eine sehr umfangreiche Aufgabe, die ehrenamtlich nur schwer umzusetzen ist.“ Mit der Gemeinde sei man bereits im Gespräch über einen hauptamtlichen Gerätewart. Ebenso gebe es weiterhin Überlegungen, die ehemalige Wache am Rathaus, die seit drei Jahren mit zwei Einsatzfahrzeugen als Stützpunktwache genutzt wird, noch stärker einzubinden. „Von dort aus sind die Rettungskräfte einfach schneller am Einsatzort“, erklärt Fröhlich. Zu den Beförderungen und Ehrungen: Marlies Grumpelt, Selina Schmitz, Philipp Petersen und Gunnar Tämlitz dürfen nun den Titel Oberfeuerwehrfrau bzw. Oberfeuerwehrmann tragen. Finn Hörcher wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Brandschnallen für ihre 30-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr erhielten Björn Schmeling und Lasse Lorenzen, Inken Schmeling, Jannick Freimuth und Jann Peter Stumm für zehn Jahre. Carsten Kerkamm ließ es sich nicht nehmen, Marko Rechlin für 25 Jahre treue Pflichterfüllung das Brandschutzehrenabzeichen des Landes Schleswig-Holstein in Silber zu überreichen. In die Ehrenabteilung übernommen wurden Erk Brodersen, Dieter Schröder und Ralf Classen.


Geschrieben von: Sylt Connected / veröffentlicht am: 01.03.2022
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