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Hilfe für Menschen aus der Ukraine gut vernetzt

81 freie Betten für Flüchtlinge

Foto: Wybke Wiegand

Insel Sylt. Aktuell hat die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine inselweit auf drei zugenommen. Das sagte Bürgermeister Nikolas Häckel am Donnerstag im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und um die 20 Personen sind hier auf der Insel privat untergekommen.“ Bis zu 90 Tage dürfen die Geflüchteten ohne Visum bei Freunden oder über die Gemeinde hier leben, danach benötigen sie ein Visum. Aktuell stehen inselweit 81 freie Betten für die Flüchtlingshilfe bereit – unter anderem in Westerland-Süd, im Klappholttal in List und im 5-Städte-Heim in Hörnum. Weitere Räumlichkeiten für 18 Betten in vier Wohnungen sind in Vorbereitung – „mit Unterstützung von ,Gesucht-Gefunden-Sylt‘“, ergänzte der Rathauschef. Und weiter: „Außerdem stellt das Kommunale Liegenschafts-Management noch Raum für 20 weitere Unterkünfte bereit, so dass wir kurzfristig auf mehr als 100 Betten kommen werden“, so Häckel. Damit sei die Verwaltung auf Sylt für die erste und zweite Flüchtlingswelle gut aufgestellt. Die Ukrainer sollen sich nach ihrer Ankunft auf der Insel im Sozialzentrum an der Paulstraße melden. Dort werden ihre Daten für die Ausländerbehörde erfasst, ein Termin für das Einwohnermeldeamt vermittelt und die erste Bargeldauszahlung über die Gemeinde- und Amtskasse veranlasst – die Summe orientiert sich am Satz für Asylbewerber.
Bei den Banken und der Nospa können die Geflüchteten ein Girokonto eröffnen, damit Leistungen überwiesen werden können. Wichtig: „Wenn Geflüchtete arbeiten möchten, brauchen sie eine Arbeitserlaubnis – und die erteilt die Ausländerbehörde in Husum“, ergänzte Nikolas Häckel. Die Ausstattung der Unterkünfte ist durch die Gemeinde gesichert, der Bürgermeister bittet daher darum, von weiteren Möbelangeboten abzusehen. Hilfsangebote koordiniert eine Ehrenamtskoordinatorin; Hilfsangebote und -bedarfe können gerne gesendet werden an ehrenamtskoordination@politik-sylt.de. Zuletzt: Für die ukrainischen Kinder gibt es eine Initiative zwischen Gemeinde und BBZ am Kirchenweg.


Geschrieben von: Heiko Wiegand / veröffentlicht am: 17.03.2022
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