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List: Deckwerksarbeiten starten im März

15 Millionen für Uferschutz

Foto: LKN.SH Die Mitarbeiter des LKN.SH stehen vor anspruchsvollen Bauarbeiten. Ab März wird das Deckwerk im Frisch- wasser- und Mannemorsumtal verstärkt.

List. Das Deckwerk im Frischwasser- und Mannemorsumtal wird ab März bis voraussichtlich Oktober 2026 auf einer Länge von 1,35 Kilometern verstärkt werden. Das teilt der Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN) in einer Pressemitteilung mit. Die Kosten der vom LKN.SH geplanten Uferschutzmaßnahme belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Die Eckdaten sind herausfordernd: Das Gebiet ist durch starke Gezeitenströme geprägt, die während der Tide durch das Lister Tief in das Wattenmeer nördlich des Hindenburgdamms strömen. „Der Arbeitsraum liegt im direkten Tidebereich, und das gesamte Baufeld wird täglich überflutet“, sagte Mike Siefert, Projektleiter des LKN.SH. „Das ist nicht nur in logistischer Hinsicht eine große Herausforderung, sondern wird auch eine schwierige Baudurchführung zur Folge haben.“ Nach einem ähnlichen Strickmuster hatte der LKN.SH vor sieben Jahren das Deckwerk in der Blidselbucht zwischen List und Kampen verstärkt.
Der Uferabschnitt des Frischwasser- und Mannemorsumtals ist aktuell durch ein Asphaltdeckwerk auf 1,58 Kilometern Länge geschützt. Der Asphalt wurde einst mit einer Neigung von 1:2 – und steiler – direkt auf den Sand aufgebracht. Durch die zu steile Neigung, die fehlende Filterstabilität und das verwendete Material genügt dieses Deckwerk nicht mehr den aktuellen technischen Richtlinien. In großen Teilen sind die Pfahlreihen und die vorgelagerte Steinschüttung am Deckwerksfuß freigelegt. Hier wird aufgrund der fehlenden Filterstabilität in zunehmenden Maße Sand ausgespült. Unter der bis zu 30 Zentimeter dicken Asphaltschicht sind so viele Hohlräume entstanden, die bereits zu zahlreichen Schäden geführt haben. Der Startschuss für den ersten, rund 460 Meter langen Bauabschnitt fällt am Lister Hafen. Um die in den Dünen brütenden Küstenvögel zu schützen, wird zunächst ein 100 Meter langer Schutzstreifen zwischen Deckwerk und Hafen eingerichtet. Dort darf zwischen 1. April und 31. Juli nicht gebaut werden. Bei der Abgrenzung der Bauabschnitte wurde die räumliche Verteilung der Brutvorkommen berücksichtigt. Im nächsten Jahr folgt der Bereich Lanserhof (500 Meter), 2026 der letzte – der etwa 400 Meter lange Anschluss an die „Lister Austernperle“.


Geschrieben von: Redaktion / veröffentlicht am: 21.02.2024
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