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Eine große Hilfe für Hamburger Kinder

140 Kisten nagelneues Spielzeug

Foto: hwi Die Geschäftsfrau aus Hamburg in der Halle, in der die nagelneuen Spielsachen fein säuberlich für Mädchen und Jungen aufgebaut sind.

Hamburg.(hwi) Diese Geschichte hat die Geschäftsfrau aus Hamburg, nicht mehr losgelassen. Sie hat sich so weit weg von der sympathischen Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, abgespielt, von ihrer Familie, von den beiden Enkeltöchtern, vom liebevollen Behütetsein ihres eigenen Lebens.

„Da war ein Mädchen“, erzählt sie bei einem Treffen mit unserer Zeitung, „das ging mit einer Plastiktüte in die Schule, in eine Brennpunktschule in Hamburg. Dieses Mädchen hatte nichts dabei, gar nichts. Und das an ihrem ersten Schultag. Das muss man sich mal vorstellen!“

Diese Geschichte spielte sich eben gar nicht so weit weg von der Frau ab, sie ereignete sich mitten in Hamburg. Die Unternehmerin war froh, dass sie etwas gegen die Armut dieses Mädchens mit der Plastiktüte unternehmen konnte. So, wie sie seit Oktober vielen Mädchen und Jungen aus Hamburg, die im Leben nicht so viel Glück hatten, geholfen hat – und es auch weiterhin tut.
Alles hat damit begonnen, dass die Geschäftsfrau am 29. September in ihr angestammtes Spielwarengeschäft in Eimsbüttel gegangen ist und für ihre Enkel eine Kleinigkeit kaufen wollte. „Da waren schon Handwerker im Laden, das Geschäft stand vor der Schließung, aber das wusste ich bereits.“ Sämtliche nagelneuen Spielsachen und Accessoires für kleine und große Kinder, die noch kurz zuvor in den Verkaufsregalen gestanden hatten, waren bereits in 140 Umzugskisten verpackt und sollten verkauft werden. „Aber der Käufer der Spielsachen war kurz zuvor abgesprungen, und der Betreiber des Geschäfts musste am 1. Oktober aus dem Laden raus.“

Viel Zeit blieb da nicht mehr. Was also tun, fragte sich die Geschäftsfrau. Sie erörterte die Sache mit ihrem Ehemann Reinhard Tiesel, der auf Sylt erfolgreich in der Immobilienbranche und als Bauträger tätig ist. Und er entschied sich gemeinsam mit ihr für die große Hilfe: „Mein Mann hat kurzerhand alle 140 Kisten aufgekauft und in eine größere Halle bringen lassen.“ In der noch vor einigen Monaten genutzten Werkstatt hat Reinhard Tiesel große Tische aufgebaut und dabei geholfen, die Spielsachen aus den Kartons ans Tageslicht zu bringen und auf die Tische zu legen. Ein Traum in Pink und Hellblau entstand auf diese Weise.

„Das sollte wohl alles so sein, dass wir nach der Schließung des Unternehmens Platz hatten für das Spielzeug. Damit war eine Grundlage geschaffen, um zu helfen“, blickt die Geschäftsfrau zurück in die vergangenen Monate. Sie hat jetzt alle Möglichkeiten zu helfen. Und tut das mit ganzer Kraft und großer Hingabe.

Sie informiert die Kinder-Onkologie am UKE über die riesige Spielzeugausstellung, sie spricht mit Vertretern von Kinderhospizen und Kinderschutzhäusern, die der kurzfristigen Inobhutnahme von Jungen und Mädchen in akuten Notsituationen dienen. „Es beflügelt mich, dass ich helfen kann – und es freut mich, dass ich so nah dabei sein kann.“

Und immer wieder ist die Geschäftsfrau bewegt von den Einzelschicksalen der Kinder, die sie trifft. Von dem neunjährigen Mädchen, dass vor dem Schulweg ihre vier kleineren Geschwister versorgen muss, damit sie überhaupt etwas zu essen bekommen, bevor die Schule beginnt. Die sich über die neuen Frühstücksboxen aus dem früheren Spielwarengeschäft freut, die aber auch mit zunehmendem Alter aggressiver wird, weil sie im Vergleich zu ihrem Umfeld immer mehr erkennt, dass sie nicht wirklich behütet aufwächst. „Wer will es ihr verdenken?“, fragt die Unternehmerin.

Demnächst will sie die Waisenhäuser in Hamburg und im Umland ansprechen. Viele Spielsachen haben inzwischen die frühere Werkstatt mitten in der Stadt verlassen, es sind aber auch noch viele Dinge da.

Helfen will die freundliche Frau damit unter anderem einer Flüchtlingsorganisation, die sich auch um Kinder kümmert.Wer nun diesen Bericht liest und nachvollziehbaren Bedarf an Kinderspielsachen anmeldet, kann sich gerne an die „Sylter Zeitung“ wenden: heiko.wiegand@sylter-zeitung.de. Wir stellen gerne den Kontakt zur interviewten Dame aus Hamburg her.

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